Das Gebiet
Die Besiedelung des Gebietes erfolgte in mehreren Etappen. Zunächst entstand 1783 auf königliche Anordnung an der heutigen Lückstraße die Gartenbaukolonie "Lichtenberger Kietz" mit vier Doppelhäusern auf schmalen, tief geschnittenen Parzellen. Nach 1870 entwickelte sich entlang der Frankfurter Allee und der Einbecker Straße eine zwei- und dreigeschossige Vorstadtbebauung, während die Bebauung beiderseits der Weitlingstraße erst um 1900 einsetzte. Hier entstand eine für die Gründerzeit typische, meist viergeschossige Miethausbebauung. Architekten der Reformbewegung bauten um 1930 zusammenhängende Wohnanlagen z.B. an der Marie-Curie-Allee und Rupprechtstraße.
Daten (Stand: 31.12.2007)
| Fläche |
50,1 ha |
| Grundstücke |
331 |
| Wohnungen |
3.657 |
| Einwohner |
5.337 |
 |
Sanierungsziele
Zunächst kam es vor allem darauf an für die Bewohner des Sanierungsgebietes einen angemessenen Wohnstandard herzustellen. Neben der Modernisierung und Instandsetzung von Wohn- und Gewerbegebäuden und der behutsamen Komplettierung des Gebäudebestandes durch Neubauten, zählte die Erneuerung der sozialen Infrastruktur, also von Schulen und Kindertagesstätten, von Grünflächen, Spielplätzen, Straßen und Plätzen zu den vorrangigen Sanierungszielen.
Ergebnisse der Sanierung
Von den heute 3.657 Wohnungen im Sanierungsgebiet befinden sich 10 % in einem der zwölf
Neubauten. 46 % der
Altbauwohnungen befinden sich in umfassend erneuerten, 22 % in einfach erneuerten Wohngebäuden und 32 % in Wohngebäuden mit mittlerem bis umfassendem Erneuerungsbedarf. Da auch in den unsanierten Gebäuden viele Wohnungen modernisiert und instand gesetzt worden sind, leben inzwischen ca. 90 % der Haushalte in Vollstandardwohnungen mit moderner Heizung, Bad/Dusche und WC.
In den vierzehn Jahren bestehender Sanierung hat der Stadtteil durch vielseitige städtebauliche Maßnahmen erheblich an Wohnqualität gewonnen.
Alle
Spielplätze, beide
Kindertagesstätten sowie das Dach und die
Turnhalle der Robinson-Grundschule wurden umfassend erneuert. Die Weitlingstraße und der Münsterlandplatz sind erneuert und umgestaltet worden und werden jetzt ihrer Funktion als Geschäftsstraße und Quartiersmittelpunkt wieder gerecht. Die dringend benötigten Freizeitangebote für Jugendliche und junge Erwachsene bieten die
Skateranlage am Bahnhof Lichtenberg und die Spiel- und Sportangebote auf dem Nöldnerplatz. In der Marie-Curie-Allee ist ein neuer Spielplatz entstanden, die vorhandenen sind erneuert worden. Fertig gestellt sind auch die Sportanlagen auf dem von der Stadtreinigung erworbenen Grundstück Fischerstraße 15.
Fortführung begonnener Maßnahmen
Die begonnene Erneuerung des Kant-Gymnasiums (Erneuerung der Hauptsanitärstränge sowie der Fenster und Fassaden des Gebäudes, Fassaden und Fenster der Gebäude Leopoldstraße, Kantine, kleine Sporthalle,
IT- und Personaltrakt) und der Neubau der Jugendfreizeiteinrichtung Lückstraße 18, 19 und die Erneuerung und der Umbau des denkmalgeschützten Kolonistenhauses zur Jugendfreizeiteinrichtung sollen 2009 abgeschlossen werden.
Die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes soll beendet werden, sobald die
BVG ihr neues Eingangsgebäude zur U- und S-Bahn errichtet hat.
Der Vorplatz der Max-Taut-Schule wird ab 2009 umgestaltet.
Die Gelder für die Qualifizierung des Blockparks zwischen Lück- und Fischerstraße sind bewilligt, bis 2009 soll die Maßnahme fertig sein.
Rechtsverordnungen
- Förmliche Festlegung als Sanierungsgebiet
- Aufhebung des Sanierungsgebietes
Dachlandschaft Lückstraße
Weitlingstraße (1)
Kita-Kinder (1)
Kita "Pusteblume" in
der Wönnichstraße (1)
Münsterlandplatz
Wönnichstraße 103 (1)
Nöldnerplatz
Skateranlage
Wönnichstraße 12, 14 / Irenenstraße 4
Fotos:
(1) Arbeitsgemeinschaft Wohnstatt + Machleidt