Städtebau  

 

Stadterneuerung - Pankow - Rundgang Teutoburger Platz

Prater


Kastanienallee 7 - 9

Auf dem heutigen Gelände des Praters in der Kastanienallee 7/9, nahe der Pferdeomnibuslinie zwischen dem Schönhauser Tor und Pankow, eröffnete bereits 1837 auf einer Wiese (lat. pratum) eine Fuhrmannsschänke. 1867 erhielt der Besitzer des Bierausschanks, Adolph Kalbo, eine Konzession für die "Aufführung von Lustbarkeiten". Er begründete damit die über 100jährige Tradition einer Berliner Vergnügungsstätte, die sich zu allen Zeiten großer Beliebtheit erfreute.

Der Prater war (und ist) Kneipe, Ausflugslokal, Varieté, Volkstheater und politischer Versammlungsort. Auch Boxveranstaltungen fanden hier statt, Kinovorführungen und große Konzerte im Pratergarten.

Die Berliner Volksbühne zog im Jahr 1946 hier ein, weil ihr Haus am heutigen Rosa-Luxemburg-Platz durch den Krieg zerstört war. Später war das Theater DEFA-Uraufführungskino. 1967 wurde der Prater auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung "Kreiskulturhaus Prenzlauer Berg". Der Biergarten war auch zu dieser Zeit eine viel besuchte Gaststätte.

Nach der Wende wurde der Prater zunächst geschlossen. Seit 1994 ist im Hauptgebäude wieder die Volksbühne mit ihrer zweiten Spielstätte zu Hause. 1995 erhielt die Prater-Garten GmbH einen Pachtvertrag zur gastronomischen Nutzung des Gartens und zum Betrieb der Gaststätte.

Seit mehreren Jahren werden die denkmalgeschützten, stark sanierungsbedürftigen Gebäude mit Mitteln des Förderprogramms Städtebaulicher Denkmalschutz schrittweise erneuert. Dazu gehört auch die öffentliche Galerie am Prater. Die denkmalgerechte Erneuerung von Gebäuden und Freiflächen der Prater-Anlage als Kulturstandort soll in den kommenden Jahren, nach abschließender Klärung noch offener Eigentumsfragen, fortgesetzt und abgeschlossen werden.

Städtebauförderung - Logos
Teutoburger Platz; Foto: Michael Schroedter, Berlin
Foto: Michael Schroedter, Berlin

Prater - Biergarten; Foto: Philipp Schumann, Berlin
Foto: Philipp Schumann, Berlin


Eigentümer: Land Berlin /
Bezirksamt Pankow von Berlin
Finanzierung: Programm Städtebaulicher Denkmalschutz, Bauliche Unterhaltung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Planung: Architektur- und Ingenieurbüro Schacher (1. BA),
Büro für Architektur, Städtebau und Denkmalpflege, Berlin (2. BA)
Investition Baukosten: 4.900.000 €, davon
2.200.000 € Fördermittel
Bauzeit: 2006 - 2010