Städtebau  

 

Stadterneuerung - Mitte - Rundgang Spandauer Vorstadt

Gipsdreieck - Grünanlage mit Spielplätzen


Bildcollage verschiedener Ansichten aus der Umgebung des Gipsdreiecks

Gipsstraße, Auguststraße, Joachimstraße

Die innerstädtischen Räume werden zwar insgesamt höher verdichtet, es werden zusätzliche Wohnungen geschaffen, es bleiben aber auch vorhandene Freiflächen unbebaut. Das Land Berlin verzichtet somit punktuell auf die Rekonstruktion der historischen Stadt und die Bildung geschlossener Raumkanten zugunsten verbesserter Wohnumfeldbedingungen für die Bewohner, indem diese Flächen als öffentliche Flächen neu gestaltet werden.

Das Ergebnis der Umsetzung dieser Philosophie kann am Gipsdreieck exemplarisch nachgezeichnet werden.

Das bis Mitte des 20. Jahrhunderts noch vollständig und dicht bebaute Areal zwischen August-, Gips- und Joachimstraße wurde nach der kriegsbedingten Zerstörung der überwiegenden Anzahl der Gebäude - nur drei sind noch vorhanden - vorübergehend als Lagerplatz genutzt. Bereits in den 80er Jahren wurde die ursprünglich für den Wohnungsneubau abgeräumte Fläche zu einer öffentlichen Grünanlage umgestaltet.

So hat die Spandauer Vorstadt, die nicht gerade üppig mit Grünflächen ausgestattet ist, eine öffentliche Anlage mit hoher Aufenthaltsqualität dazu bekommen.

Im Vorfeld der Planung zur Neugestaltung wurde eine gezielte Bürgerbeteiligung mit Workshops durchgeführt, in denen insbesondere auch die Kinder des nahen Umfeldes ihre Vorstellungen vom künftigen Platz eingebracht haben.

Mittelpunkt des Gipsdreiecks ist die große Liegewiese. Ein kleiner Platz fungiert als Wegegelenk und nimmt die Wegebeziehungen auf. In die Wiese sind die besonderen Orte mit den Spielangeboten eingestreut. Auf der Nordfläche besteht die Möglichkeit zum Skaten.

Auch der südliche Spielort ist individuell gestaltet und bietet Spielangebote insbesondere für kleinere Kinder. Ein weiterer Anziehungspunkt ist die Boulefläche mit einem kleinen Sitzplatz auf der westlichen Seite des Gipsdreiecks.

Die neuen Lindenbäume bilden die grünen Raumkanten der August-, Gips- und Joachimstraße.

Der große Erfolg dieser Anlage ist an der, nicht nur an warmen Sommertagen zu beobachtenden, extrem hohen Nutzungsdichte ablesbar.


Abbildungen:
KoSP GmbH

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