Städtebau  

 

Stadterneuerung - Mitte - Rundgang Spandauer Vorstadt

Auguststraße 69


Bildcollage verschiedener Ansichten der Auguststraße 69

Die unter dem Namen "Margarinefabrik" bekannte Hofanlage in der Auguststraße 69 kann auf eine über zweihundertjährige Bau- und Nutzungsgeschichte zurückblicken.

Das Vorderhaus besitzt noch die ursprüngliche Raumgliederung aus dem 18. Jahrhundert. Die beiden 1832 und 1839 erbauten Seitengebäude prägen bis heute die in mehreren Bauphasen entstandene Hofsituation. Im Zusammenhang mit dem Neubau einer Baumwollen- und Seidenwaren-Fabrik 1842 durch die Fabrikanten Süßmann und Wiesenthal als Quergebäude auf dem hinteren Grundstücksbereich erhielt die Hofanlage ihre bis heute weitgehend erhaltene spätklassizistische Gestalt.

Von besonderer kunsthandwerklicher Bedeutung ist die eingestemmte Holztreppe von 1794 im Vorderhaus mit dem schneckenartig eingerollten Antritt und kräftigem hölzernen Geländer.

Bei der baulichen Instandsetzung und Modernisierung 1996 bis 1998 wurden die originalen Bauteile fachgerecht instand gesetzt.

Mit dem 1998 nach einem Entwurf des bekannten Architekten Graham in moderner Glasarchitektur entstandenen Café im Hofbereich wurde die Hofanlage wieder geschlossen.

Neben den zwölf Wohnungen bzw. Atelierwohnungen befinden sich die Ausstellungsräume des Vereins Kunst-Werke e.V. im Quergebäude, in denen 1999 die erste Berliner Biennale veranstaltet wurde.

Hinzuweisen ist auf die temporären künstlerisch-gärtnerischen Gestaltungen im Hofbereich, die mit ihren phantasievollen "Naturkunstwerken" starke Beachtung und Anerkennung finden.


Abbildungen:
KoSP GmbH (2)

Atelier le balto

KoSP GmbH / Schumann

KoSP GmbH


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