Städtebau  

 

Städtebaulicher Denkmalschutz – Luisenstadt

Haus des Sports, Gitschiner Straße 48


Eingang Haus des Sports vor der Sanierung, 2010; Foto: Steinbrecher & Partner
Eingang Haus des Sports vor der Sanierung, 2010
Foto: Steinbrecher & Partner

Lageplan - Haus des Sports
Lageplan

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Seit 1841 erfolgten Bemühungen der Stadt Berlin, eine eigene städtische Gasversorgung aufzubauen, die die bisherige Versorgung durch die private Imperial Continental Gas Association ablösen sollte. Zu diesem Zweck wurden nach und nach immer mehr und immer größere Gasanstalten errichtet. Auch am Hellweg, der heutigen Gitschiner Straße, entstand solch eine Gasanstalt, die 1847 ihren Betrieb aufnahm. Die heute auf dem Areal Gitschiner Straße 48 noch erhaltenen Gebäude waren ein Verwaltungsgebäude und ein Beamtenwohnhaus (heutiger Kindernotdienst) sowie das Magazingebäude (heutiges Haus des Sports). Von den eigentlichen Produktionsanlagen ist nichts mehr vorhanden.

Das ehemalige Magazingebäude wurde 1890 als massiver zweigeschossiger Mauerwerksbau mit Pultdach erbaut. Die Nord-, West- und Südfassade sind mit roten Klinkern verblendet. Die Ostfassade, Brandwand zum Nachbargrundstück, ist eine verputzte Mauerwerkswand. Die Fensteröffnungen sind als Stichbogenfenster ausgeführt. Für die Schaffung eines großzügigen Lagerbereiches im rechten Teil des Gebäudes wurden gusseiserne Stützen mit Schmuckformen vom Keller- bis zum Dachgeschoss als tragende Elemente eingebaut.

Nordfassade vor der Sanierung, 2010; Foto: Steinbrecher & Partner
Nordfassade vor der Sanierung, 2010
 
Das Gebäude wird heute als "Haus des Sports" genutzt. Vor der Sanierung und Instandsetzung des Gebäudes konnte das Potential des Hauses nicht ausreichend ausgeschöpft werden, da eine sinnvolle und effektive Nutzung aufgrund des baulichen Zustands nicht möglich war. Die 2010 begonnenen Baumaßnahmen unterstützten die Öffnung des Hauses für die Bewohner des Quartiers, insbesondere für Kinder, Jugendliche und Eltern. Das Gebäude wurde für die Nutzung verschiedener Sportclubs denkmalgerecht saniert und neu gestaltet. Bis zur Fertigstellung im Jahr 2011 wurden aus dem Programm Städtebaulicher Denkmalschutz insgesamt 1,06 Mio. Euro zur Verfügung gestellt.

Neuer Raum für den Schachclub / Mehrzweckraum, 2012; Foto: Buddensieg Ockert Architekten
Neuer Raum für den Schachclub / Mehrzweckraum, 2012
Um den Standort weiter zu stärken und eine bessere Einbindung in das umliegende Stadtviertel zu erzielen, wurden die Außenanlagen des Haus des Sports und des Kindernotdienstes neu gestaltet. Die Fertigstellung der Freiflächengestaltung erfolgte 2015.

Fertig gestellte Außenanlage im Zusammenhang mit den Gebäuden des Kindernotdienstes, 2015
Foto: BSM mbH
Fertig gestellte Außenanlage im Zusammenhang mit den Gebäuden des Kindernotdienstes, 2015 Foto: BSM mbH
 

Daten

  • Baujahr/Entstehung: 1890
  • Denkmalart: Gesamtanlage
  • Eigentümer: Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin
  • Geförderte Maßnahmen: u.a. Dachsanierung, Instandsetzung der Fassaden mit Wärmedämmung an der Ostwand inklusive Erneuerung aller Fenster und Außentüren, Sanierung der Sanitär- und Umkleideräume, Anbau einer Metalltreppe als 2. Fluchtweg, Schaffung von Barrierefreiheit, Herstellung eines Gymnastikraumes und einer Fahrradwerkstatt im Souterrain, neue Zuordnung eines Raumes für den Schachclub und eines Mehrzweckraumes
  • Architekten:
    Buddensieg Ockert Architekten
    Elsenstraße 106
    12435 Berlin
  • Fördersumme: 1.064.965 € für das Gebäude, (für die Außenanlage s. Kindernotdienst)
  • Fertigstellung: Gebäude 2011, Außenanlage 2015

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