Städtebau  

 

Städtebaulicher Denkmalschutz – Luisenstadt

Engelbecken


Engelbecken mit Rosengarten im Vordergrund; Foto: Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement - KoSP GmbH
Engelbecken mit Rosengarten im Vordergrund;
Foto: Koordinationsbüro für Stadtentwicklung und Projektmanagement - KoSP GmbH
Lageplan
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In zentraler Lage der Luisenstadt befindet sich das Engelbecken als Bestandteil des Luisenstädtischen Kanals. Der 1848-1852 von Lenné ausgebaute Verbindungskanal zwischen Spree und Landwehrkanal wurde bis auf das Engelbecken 1926-29 zugeschüttet. Barth integrierte das Engelbecken in den neuen Grünzug über dem ehemaligen Luisenstädtischen Kanal als Schmuckbecken. Der im Krieg kaum beschädigte Grünzug und das Engelbecken wurden nach 1945 teilweise mit Trümmerschutt aufgefüllt und im Stil dieser Zeit umgestaltet. Der Mauerbau machte die Fläche zum sogenannten Todesstreifen zwischen Mauer und Hinterlandmauer.

Nach dem Fall der Mauer begann die Freilegung der Gartenanlage mit den Einfassungsmauern, Treppen und Bodenbelägen. Neue Baumpflanzungen strukturierten den Raum und gaben ihm einen Rahmen.

Das Engelbecken wurde 1999 ausgebaggert und hat sich mit Grundwasser gefüllt. Die Westseite des Beckens ist wieder mit Wohnhäusern bebaut.

In einem ersten Bauabschnitt erfolgte in den Jahren 2005/2006 die Wiederherstellung der Beckenmauer, der Uferwege und Pergolen. Hecken wurden gepflanzt und Rollrasen verlegt. Zur Einweihung am 22. Mai 2007 sprudelten wieder 16 Fontänen.

Im zweiten Bauabschnitt wurde im Jahr 2009 die Baurampe durch eine Treppenanlage mit behindertengerechter Rampe ersetzt. Das Wasserschloss mit den Backsteinarkaden wurde wieder errichtet und beherbergt seit 2011 ein beliebtes Café.

Café am Engelbecken; Foto: Lichtschwärmer – Christo Libuda
Café am Engelbecken;
Foto: Lichtschwärmer – Christo Libuda

Daten

  • Baujahr/Entstehung: Kanalanlage 1848 von Peter Joseph Lenné, Zuschüttung 1926-29, Umgestaltung 1929-31 von Erwin Barth und Hans Martin, Wiederherstellung seit 1992
  • Denkmalart: Gartendenkmal
  • Eigentümer: Land Berlin
  • Geförderte Maßnahmen: Instandsetzung Stützmauern, Wasserfontäne, Wege, Pergolen, Ausbaggern des Bassins, Treppenanlage, Mauerergänzungen, Arkadengebäude
  • Architekten:
    Hortec Berlin
    Garten-, Landschafts- und Stadtplanung
    Meierottostraße 7
    10719 Berlin
  • Fertigstellung: 2011

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