Städtebau  

 

Städtebaulicher Denkmalschutz – Abgeschlossenes Fördergebiet Friedrich-Wilhelm-Stadt

Humboldt-Universität Berlin
Hannoversche Straße 6


Straßenansicht des ehemaligen Königlichen Leichenschauhauses; Foto: BSM mbH
Straßenansicht des ehemaligen Königlichen Leichenschauhauses
Fotos: BSM mbH
Lageplan
Lageplan

Städtebauförderung - Logos

Städtebaulicher Denkmalschutz Berlin - Logo
 
Die in der Denkmalliste Berlin als Königliches Leichenschauhaus aufgeführte Anlage Hannoversche Straße 6 besteht aus zwei mächtigen Seitengebäuden und einem flachen Mittelbau und wurde zwischen 1884 und 1885 erbaut. In diesem Mittelbau waren ursprünglich die Leichenschauhalle, westlich die Kapelle und östlich die Obduktionshalle untergebracht. Im Jahr 1913 wurden die zweistöckigen Seitengebäude aufgestockt. In ihnen waren Laboratorien, Büros und Wohnungen für Mitarbeiter des Leichenschauhauses untergebracht. Die klaren Baukörper der gelben Ziegelbauten erlangten durch auffällige rote Stockwerksgesimse, die feine Zeichnung mit roten Ziegelstreifen und Mustern sowie die Hervorhebung von wesentlichen Bauteilen mit ausschließlich roten Ziegelverblendern Lebendigkeit.

Große Teile des denkmalgeschützten Gebäudes wurden in der Fördermaßnahme für neue Institutsnutzungen der Humboldt-Universität umgebaut und saniert. Dabei wurde vor allem der besonders schützenswerte Mittelbau in seiner historischen Form freigelegt und wieder erlebbar gemacht.

Die Finanzierung der Maßnahmen erfolgte anteilig durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung innerhalb des Programms Städtebaulicher Denkmalschutz sowie durch die Humboldt Universität zu Berlin.

Blick in den zur Straße hin geöffneten Hof ; Foto: BSM mbH
Blick in den zur Straße hin geöffneten Hof

Daten

  • Baujahr/Entstehung: zwischen 1884 und 1885
  • Eigentümer: Humboldt-Universität zu Berlin
  • Denkmalart: Baudenkmal
  • Geförderte Maßnahmen: Instandsetzung Dach und Fassaden, Austausch Fenster und Türen
  • Architekten:
    Maedebach & Redeleit
    Gesellschaft von Architekten mbH
    Stubenrauchstraße 72
    12161 Berlin
  • Fertigstellung: 2010

Links