Städtebau  

 

Alexanderplatz

Die Städtebaulichen Verträge zwischen Berlin und den Investoren


Die Umsetzung des Wettbewerbsergebnisses und des darauf basierenden Senatsbeschlusses im Juli 1994 zur städtebaulichen Entwicklung des Alexanderplatzes bedingt eine grundlegende Neuordnung des gesamten Wettbewerbsgebiets. Dies umfasst sowohl Veränderungen der öffentlichen Räume als auch Abriss und Neubau von Gebäuden.

Das Ziel der städtebaulichen Verträge besteht in der weitgehenden Übertragung der Kosten für die erforderlichen öffentlichen Infrastrukturmaßnahmen, die Voraussetzung oder Folge der städtebaulichen Planungen sind, auf die bauwilligen Investoren. Gleichzeitig verpflichten sich die vertragsschließenden Investoren zur Herstellung der nach dem Bebauungsplan zulässigen Bebauung in einem Zug oder in Abschnitten.
Es liegt jedoch nicht in der Absicht Berlins, dass die Erfüllung der Baupflichten zu Investitionsruinen führt. Obwohl sich die Umsetzung der privaten Bauvorhaben der Investoren gegenüber der in den 1990er Jahren erhofften nachhaltigen Konjunktur verlangsamt hat, lösen sie dennoch ihre Verpflichtungen zum Bau oder zur Finanzierung der öffentlichen Infrastrukturmaßnahmen ein.

Die Anlieger der sogenannten Planstraße 1 (Verlängerung der Karl-Marx-Allee zwischen Otto-Braun- und Karl-Liebknecht-Straße, inzwischen offiziell als Alexanderstraße benannt) Deutsche Interhotel, HINES, Alexanderplatz 5 GbR und TLG haben die vollständige Finanzierung dieser Straße übernommen.
Die von der Festsetzung des Bebauungsplans I-B4a begünstigten Anrainer des Alexanderplatzes Deutsche Interhotel, HINES und Galeria Kaufhof übernahmen mehr als die Hälfte der Gesamtkosten für die bis 2007 abzuschließende Platzumgestaltung.
Die DEGEWO wird für den gesamten Planbereich an der Alexanderstraße den vollständigen Um- und Neubau der Leitungen und Straßen finanzieren.

Berlin setzt diese Strategie der angemessenen Beteiligung der Investoren auch in den kleineren Teilbereichen nördlich und südlich des Alexanderplatzes fort. Bisher wurden Verträge für die Übernahme von öffentlichen Infrastrukturmaßnahmen in Höhe von etwa 90 Mio. € abgeschlossen.