Städtebau  

 

Alexanderplatz

Ehemaliges Haus der Elektroindustrie


Das im Zuge der Umgestaltung des Alexanderplatzes 1969 fertig gestellte, 220 m lange Bürogebäude wurde 2000 vollständig saniert und ist vermietet. Der Masterplan von 1993 sieht hier den bau von zwei 150 m hohen Türmen und drei Quartieren vor.

Blick von der Alexanderstraße auf das ehemalige Haus der Elektroindustrie, Oktober 2005
Blick von der Alexanderstraße auf das ehemalige Haus der Elektroindustrie, Oktober 2005

Das ehemalige Haus der Elektroindustrie

Das zehngeschossige, 220 m lange Gebäude wurde von den Architekten Peter Skujin, Emil Leibold und Heinz Mehlan entworfen und in den Jahren 1967-69 gebaut. Zu DDR-Zeiten war hier der Sitz des Ministeriums für Elektroindustrie und Elektrotechnik. Seit 1998 gehört das Gebäude der TLG IMMOBILIEN GmbH und wurde für ca. 60 Mio. € saniert.

Das Bürohaus bietet mit ca. 43.000 m² Gewerbefläche Platz für Einzel-, Kombi- und Großraumbüros sowie im Erdgeschoss für Einzelhandel und Gastronomie.

Neugestaltung der Fassade

Im Zuge der Sanierungsmaßnahmen wurde Ende 2000 auch die Fassade neu gestaltet. Die einzelnen Platten der Fassadenverkleidung tragen große Buchstaben, die zusammen ein Zitat aus Döblins Roman „Berlin Alexanderplatz” bilden:

„Eine Handvoll Menschen um den Alex. Am Alexanderplatz reissen sie den Damm auf für die Untergrundbahn. Man geht auf Brettern. Die Elektrischen fahren über den Platz die Alexanderstraße herauf durch die Münzstraße zum Rosenthaler Tor. Rechts und links sind Strassen. In den Strassen steht Haus bei Haus. Die sind vom Keller bis zum Boden mit Menschen voll. Unten sind Läden. Destillen, Restaurationen, Obst- und Gemüsehandel, Kolonialwaren und Feinkost, Fuhrgeschäft, Dekorationsmalerei, Anfertigung von Damenkonfektion, Mehl und Mühlenfabrikate, Autogarage, Feuersozietät. Wiedersehen auf dem Alex, Hundekälte. Nächstes Jahr, 1929, wirds noch kälter.”

Leider mussten diese Zitate wegen mangelnder Haltbarkeit der Fassade wieder entfernt werden.

Weitere Planungen

Der seit 2006 rechtskräftige Bebauungsplan I-B4ca sieht auf dieser Fläche die Entwicklung von drei Quartieren mit zwei 150 m hohen Türmen sowie die für das nördliche Quartier des Alexanderplatzes städtebaulich überaus wichtigen beiden Straßendurchbrüche auf die Alexanderstraße vor.
Dieser Bereich wird deshalb einen Schwerpunkt des Workshopverfahrens 2015 bilden.