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Alexanderplatz
Geschichte - Mythos und Gegenwart
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Ausschnitt aus der Collage zum Film Berlin-Symphonie einer Großstadt
Die Beschreibungen Alfred Döblins in seinem Roman "Berlin Alexanderplatz", die filmische Bestandsaufnahme in Walter Ruttmanns "Berlin, Symphonie einer Großstadt" sowie die modernen städtebaulichen Planungen von Stadtbaurat Martin Wagner Ende der 1920er Jahre huldigten dem Alexanderplatz als Weltstadtplatz und als einem der Schauplätze der "Goldenen Zwanziger Jahre". Als ein wichtiger Bestandteil sowohl der Berliner Kulturgeschichte als auch der kollektiven Erinnerung nimmt der Alexanderplatz auch heute trotz tiefgreifenden Wandels durch bauliche und funktionale Veränderungen unverändert auf der "mentalen Karte" der Berliner sowie seiner Besucher und Gäste eine zentrale Stellung ein.
Verkehrsknoten Alex in den 1930er Jahren
Nicht nur als Mythos hat der im Jahr 1805 zum Alexanderplatz umbenannte Platz international einen Namen. Der Zeitgeist jeder Epoche hat sich hier niedergeschlagen – ihn zu einem Ort des Wirtschaftslebens, des Aufschwungs und des Wandels gemacht. Schon in der Zeit der Stadtgründung im 13. Jahrhundert endete hier eine alte Handelsstraße, die die Hansestadt Berlin mit der Ostseeregion verband.
In den folgenden Jahrhunderten entstand hier mit dem "Ochsenmarkt" (später "Viehmarkt am Stelzenkrug" genannt), dem "Wollmarkt" und dem späteren Wochenmarkt ein bedeutender Markt- und Warenumschlagplatz, der sich im 19. und 20. Jahrhundert - mit einem der modernsten öffentlichen Transportsysteme, mit Bahnhof und Hotels, mit Warenhäusern und Bürogebäuden - zu einem der Zentrumskerne und Brennpunkte der sich rasch entwickelnden Metropole Berlin entwickelte.
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