Planen  

 

Stadtentwicklungspläne

Stadtentwicklungsplan (StEP) Zentren

Alexanderplatz, Mitte; Foto: Till Budde

Lebendige Zentren und funktionierende Nahversorgungsstrukturen bilden das Rückgrat der wachsenden Stadt. Sie bieten eine Versorgung mit Waren unterschiedlicher Art und Güte, Dienstleistungs-, Kultur- und Bildungseinrichtungen, Gastronomie, Erlebnisse und Flair, stadträumliche Identifikationsorte und nicht zuletzt Möglichkeiten zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Die städtischen Zentren tragen zur Lebensqualität für die Berlinerinnen und Berliner bei.

Auch aus touristischer Perspektive sind die Berliner Zentren und Geschäftsstraßen wichtig. Die Anzahl und Vielfalt an Szeneläden, Showrooms, Pop-Up-Stores, Warenhäusern, Shoppingcentern und Märkten in Berlin ist imagebildend und unterstützt die touristische Entwicklung.

Der Einzelhandel bildet eine wesentliche Leitfunktion in den kleinen und großen Zentren Berlins, denn er generiert starke Impulse für die Besuchsfrequenz und beeinflusst maßgeblich die Einzugsbereiche der Zentren. Daher sichert er die Attraktivität der Zentren und verbessert die Marktchancen für die sonstigen gewerblichen Nutzungen der Geschäftsstraßen – etwa die Dienstleistungs- und Gastronomiebetriebe.

Instrumente und Programme zur Stärkung der Zentren


Für die stadtplanerischen Herausforderungen der Zentren- und Einzelhandelsentwicklung stehen den beteiligten Ebenen – von der Landesplanung über die gesamtstädtische Planung und Städtebauförderung bis hin zur bezirklichen Stadtplanung – bewährte Instrumente zur Verfügung.

Schon im Flächennutzungsplan 1994 sowie im 1999 beschlossenen Stadtentwicklungsplan „Zentren und Einzelhandel“ wurde die Zielstellung verankert, die historisch gewachsene polyzentrale Struktur der Metropole weiterzuentwickeln und ergänzende Einzelhandelsvorhaben zentrenverträglich in das Stadtgebiet zu integrieren. Diese Leitlinien bilden den „Roten Faden“ der in den nachfolgenden Jahren vorgelegten und beschlossenen Stadtentwicklungspläne „Zentren 2020“ aus dem Jahr 2005 sowie „StEP Zentren 3“ aus dem Jahr 2011.

Ergänzend hat der Senat im Jahr 2013 das Fachmarktkonzept Berlin beschlossen. Es dient als branchenspezifische Vertiefung des StEP Zentren 3 und nimmt die Standortanforderungen und die stadtplanerischen Handlungsbedarfe insbesondere für Möbelhäuser sowie Bau- und Gartenmärkte in den Blick.

Auf der Ebene der Berliner Bezirke wird dieses Instrumentarium regelmäßig durch bezirkliche Zentren- und Einzelhandelskonzepte konkretisiert. Eine zentrale Rolle übernehmen nicht zuletzt die frühzeitige Bauberatung sowie die verbindliche Bauleitplanung. Für diese Konzepte und Prozesse werden mit den Ausführungsvorschriften über großflächige Einzelhandelseinrichtungen für das Land Berlin (AV Einzelhandel 2014) sowie zum Aufbau und Inhalt bezirklicher Einzelhandels- und Zentrenkonzepte (AV Zentrenkonzepte 2015) berlinweit einheitliche Rahmenvorgaben zur Verfügung gestellt.

Statusbericht 2016


Anlässlich der stetigen Marktveränderungen war zu überprüfen, inwiefern die Zielstellungen und Inhalte des StEP Zentren 3 weiterhin aktuell sind. Der Statusbericht 2016 fasst die Ergebnisse dieser Überprüfung zusammen und skizziert die jüngsten Trends der Zentren- und Einzelhandelsentwicklung sowie die aktuellen diesbezüglichen Herausforderungen der Stadtentwicklungsplanung.

Es zeigt sich, dass sich die Ziele und Inhalte des StEP Zentren 3 bewährt haben. Auch und gerade angesichts der derzeitigen Trends und Herausforderungen sind sie weiterhin ebenso erforderlich wie zielführend. Empfehlenswert ist – wie bei allen städtebaulichen Entwicklungskonzepten – gleichwohl die regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung des StEP Zentren.

Flankierende Programme und Maßnahmen zur Zentrenstärkung


Die Weiterentwicklung attraktiver Zentren setzt neben den stadtplanerischen Instrumenten und öffentlichen Mitteln auch das Engagement, die Vernetzung und die Verantwortungsbereitschaft der lokalen Akteure (Grundstückseigentümer, Einzelhandel, sonstige Gewerbetreibende etc.) voraus.

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt bietet hierfür Impulse und Arbeitsgrundlagen, beispielsweise in Form von Verfügungsfonds in Fördergebieten des Programms „Aktive Zentren“, mit dem Wettbewerb „MittendrIn Berlin!“ und auf Basis des Berliner Immobilien- und Standortgemeinschafts-Gesetzes. Zudem existieren diverse Möglichkeiten der freiwilligen bzw. selbst organisierten Kooperation, die durch die lokalen Akteure in den Geschäftsstraßen und Zentren genutzt werden.

Aktuell

Neue Broschüre
Multi­funktionale Geschäfts­gebäude Einzelhandel in urbaner Mischung und Dichte mehr
Statusbericht 2016 zum StEP Zentren 3
Statusbericht 2016 zum StEP Zentren 3 neu
Anlässlich sich stets verändernder Rahmen­bedingungen der Zentren- und Einzelhandelsentwicklung sind die Inhalte und Zielstellungen des StEP Zentren 3 überprüft worden. Die Ergebnisse dieser Überprüfung, aktuelle Trends und Daten zum Berliner Einzelhandel enthält der Statusbericht 2016.

Hinweis

Fachgespräch Einzelhandel
Anfang des Jahres wurde ein Fachgespräch zur Berliner Einzelhandelsentwicklung durchgeführt, zu dem insbesondere die Stadtplanungsämter der Bezirke sowie weitere Fachleute eingeladen waren.

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