Planen  

 

Stadtentwicklungspläne

Stadtentwicklungsplan (StEP) Wohnen 2030


Aufgabe und Ziel des Stadtentwicklungsplans (StEP) Wohnen 2030


Strategiewechsel

Der Senat hat am 08. August 2014 den Stadtentwicklungsplan "StEP Wohnen 2025" beschlossen. Die grundlegenden Daten des "StEP Wohnen 2025" stammen aus den Jahren 2012 und 2013 und deuteten damals nach einer langen Stagnationsphase auf eine beginnende neue Entwicklungsdynamik hin. Darauf hat der "StEP Wohnen 2025" reagiert und leitete einen Strategiewechsel ein. Eine der wesentlichen Kernaussagen war ein Neubaubedarf von 10.000 Wohnungen im Jahr, um der wachsenden Bevölkerung gerecht zu werden. Inzwischen hat sich gezeigt, dass sich die Entwicklungsdynamik noch beschleunigt hat. So ist Berlin von 2011 bis 2015 um rund 220.000 Einwohner gewachsen. Das ist mehr als die gesamte Einwohnerzahl von Erfurt oder Lübeck.

Notwendige Aktualisierung

Vor dem Hintergrund dieser dynamischen Entwicklung und der damit verbundenen Folgen eines deutlich angespannten Wohnungsmarkts mit stark steigenden Immobilien- und Mietpreisen ist der Stadtentwicklungsplan Wohnen zu aktualisieren. Dabei haben bisherige Prämissen wie z.B. der Vorrang der Innenentwicklung, das Leitbild der kompakten, gemischten und sozialen Stadt oder die Stadt im ökologischen Gleichgewicht nach wie vor Gültigkeit. Dennoch muss angesichts der enormen zusätzlichen Herausforderungen der Blick geweitet werden. Hatte der "StEP Wohnen 2025" z.B. noch den Fokus auf Wohnungsneubau auf mittleren und größeren Flächen gelegt, nimmt der "StEP Wohnen 2030" z.B. auch den Wohnungsbestand und die Nachverdichtung innerhalb des Siedlungsbestands stärker in den Blick.

Aufgabe und Ziel

Die Aufgabe des "StEP Wohnen 2030" ist es, die Wohnungsnachfrage und die Wohnungsbaupotenziale zu ermitteln, die stadtentwicklungspolitischen Leitlinien und Ziele des Wohnungsbaus darzustellen, sowie die Instrumente und Maßnahmen zu benennen, die notwendig sind, um diese Ziele zu erreichen und dabei den Anforderungen der Leitlinien gerecht zu werden.

Der Stadtentwicklungsplan Wohnen ist nach seiner gesetzlichen Vorgabe ein gesamtstädtischer, raumbezogener Plan. In diesem Sinn macht er nicht nur Aussagen zur gesamtstädtischen Wohnungsnachfrage und zu den vorhandenen Neubaupotenzialen insgesamt, sondern insbesondere zu ihrer stadträumlichen Verteilung. Das betrifft sowohl die großen Flächen als auch die zahlreichen Verdichtungsmöglichkeiten im Siedlungsbestand wie Dachausbau, Aufstockung, Ergänzungsbauten usw. Er benennt stadträumliche Schwerpunktbereiche, in denen Instrumente des besonderen Städtebaurechts wie neue Stadterneuerungs- und Quartiersmanagementgebiete oder soziale Erhaltungsgebiete zur Anwendung kommen könnten, die der sozialverträglichen und ökologischen Weiterentwicklung des Wohnungsbestands dienen. Der Stadtentwicklungsplan Wohnen 2030 hat vor allem zum Ziel, preiswerten Wohnraum zu sichern und zusätzliche Wohnungen sowohl in den bestehenden Quartieren als auch auf neuen Standorten zu schaffen.

Erarbeitung in zwei Stufen

Der StEP Wohnen 2030 wird in zwei Stufen erarbeitet. Die erste Stufe soll bis zum Sommer 2017 gemeinsame Leitlinien und Grundzüge der Wohnungsbauentwicklung festhalten. In der zweiten Stufe wird dann der StEP Wohnen 2030 mit allen Inhalten vollständig erarbeitet und voraussichtlich Ende 2018 vom Senat beschlossen.

Aktuell

Leitlinien für den Stadtentwicklungsplan Wohnen 2030 stehen fest