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Stadtentwicklungskonzept Berlin 2030: Statusbericht zum StEK 2030: Die Schlussfolgerungen

Ökonomische Prosperität


Karte aus dem Statusbericht, Klick zur Vergrößerung
Karte StEK Berlin: Ökonomische Prosperität / Klick zur Vergrößerung / Grafik: Ernst Basler + Partner AG


Die wirtschaftliche Situation Berlins kennzeichnet sich durch eine positive Entwicklung in den letzten Jahren, präsentiert sich aber, gemessen an der Schaffung bzw. Sicherung von Arbeitsplätzen und den Einkommen, nach wie vor schwierig. Die Stadt verfügt aber über komparative Vorteile, insbesondere was den Wissens- und Innovationsstandort betrifft. Im Einzelnen sind folgende Punkte besonders hervorzuheben.


Stärken

  • renommierter Wissensstandort Berlin-Brandenburg durch herausragende Universitäten und wissenschaftliche Einrichtungen, Konzentrationen von Wissenschaftseinrichtungen in innerer und äußerer Stadt und privaten Forschungseinrichtungen (Ö1); attraktiv für wissenschaftlichen Nachwuchs
  • wettbewerbsfähige Branchen wie Elektrotechnik, Energieerzeugung und -verteilung, Pharmazie, Medizintechnik und Fahrzeugbau
  • hohe Standortgunst für Medienbranche, Kulturökonomie/ Kreativwirtschaft
  • Hauptstadtfunktion: Standort mit einzigartiger Dichte von politischen und politiknahen Institutionen
  • funktionale Vernetzung mit dem Umland, insbesondere Wissenschaft, Verkehr und Siedlung (Ö2)
  • große geplante Infrastrukturinvestitionen mit Beitrag zur funktionalen und gestalterischen Aufwertung von Stadträumen (Ö3)
  • Güterverkehrszentren mit Beitrag zur effizienten Abwicklung des Wirtschaftsverkehrs in der Hauptstadtregion sowie zum Aufbau europäischer Transportketten (Ö4)


Schwächen

  • niedriges Pro-Kopf-Einkommen und hohe Arbeitslosigkeit
  • Unternehmen und Branchen mit hoher Wertschöpfung vergleichsweise schwach repräsentiert (Hauptsitze, Finanzwirtschaft, wissensintensive Dienstleistungen, High-Tech-Industrien)
  • Netto-Empfänger im Länderfinanzausgleich, Abhängigkeit von finanzstarken Bundesländern
  • wirtschaftliche Dynamik vorwiegend in Innenstadt
  • einzelne Zentren in innerer und äußerer Stadt mit schwacher lokaler Wirtschaft, insbesondere im Einzelhandel


Chancen

  • Flächenpotenziale: großes Flächenangebot für Produktion insbesondere in der äußeren Stadt (Ö5), teilweise mit vorhandenen Schutzmechanismen mit bodenpreisdämpfender Wirkung; großes Flächenpotenzial für Dienstleistung (Ö6)
  • "Zukunftsorte" setzen Entwicklungsimpulse (etabliert: Buch, Adlershof; sich entwickelnd: Tegel, City West / Campus Charlottenburg) (Ö7), ergänzt werden diese durch wissenschafts- und industriegeprägte Potenzialstandorte
  • Entwicklung zur "Smart City", in der Klimaschutz und wirtschaftliches Wachstum einhergehen
  • Kooperationspotenziale in den Netzwerken zwischen Wissenschaft und Forschung
  • Flächenpotenziale für Gründerzentren nutzen
  • stabile Wirtschaftsstruktur
  • stärkere Impulse aus Design-, Software-, Werbe-, Film- und Musikbranche sowie Handel, Verkehr/Logistik, Gastgewerbe, Kommunikation
  • Berlin als Ort von Weltoffenheit, Vielfalt und Geschichte ermöglicht anhaltend steigende Wertschöpfung aus dem Tourismus
  • neuer Flughafen BER als Impulsgeber für sein Umfeld (Ö8)


Risiken

  • anhaltende Abwanderung von qualifizierten Arbeitskräften an andere Standorte
  • Reduktion der Gruppe der Personen von 18 bis 65 Jahren, die für die wirtschaftliche Entwicklung Berlins tragend sind, verschärft die Nachfragesituation nach qualifizierten Fachkräften

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StEK 2030 - Der Statusbericht