Städtebau  
 

Offener, zweiphasiger städtebaulicher und landschaftsplanerischer Wettbewerb
"Schumacher Quartier Berlin-Reinickendorf, Tegel"

Ergebnis: 3. Preis


3. Preis:
19.650,- Euro
  Octagon Architekturkollektiv, Leipzig
Verfasser/in: Julia Köpper
Mitarbeiter/in: Philip Stapel, Henry Fenzlein, Johannes Bernhardt, Nicole Köllmann

Latz + Partner, LandschaftsArchitekten Stadtplaner, Kranzberg
Verfasser/in: Tilman Latz
Mitarbeiter/in: Kerstin Tänzler, Julius Peisl, Wei Zheng

Berater: André Parniske, Leipzig



Beurteilung durch das Preisgericht:

Der Entwurf orientiert sich am traditionellen Berliner Kiez-Block und differenziert ihn zugunsten unterschiedlicher Typologien und in der Höhenentwicklung Jede Nachbarschaft gruppiert sich um einen individuellen Kiez-Platz, der gleichzeitig der Erschließung der Tiefgaragen in den angrenzenden Blöcken dient. Dadurch wird Durchgangsverkehr verhindert und der PKW-Verkehr auf reine Ziel- und Quellverkehre reduziert. Jeder Kiez hat zudem eine eigene Erschließung für Carsharing. Die Fahrradstellplätze sind großzügig dimensioniert.

Herzstück des Entwurfes ist die zentrale Ost-West-Grünachse, die durch drei unterschiedlich gestaltete Plätze strukturiert wird und an der die zentralen sozialen Infrastrukturen und die Nahversorgung liegen. Allerdings sind die Schulflächen deutlich unterdimensioniert. Die Belebung der Achse mit einer Markthalle wird als gute Idee gesehen. Die öffentlichen und privaten Einrichtungen werden über eine Buslinie/Busspur im Promenadenbereich angebunden. Der Fahrradschnellweg entlang der zentralen öPNV-Trasse schafft eine schnelle Verbindung zwischen UTR und Kurt-Schumacher-Platz. Während die Quartierseingänge vom Kurt-Schumacher-Damm und der neuen Stadtstraße eine gute Adressbildung aufweisen, kann der Anschluss der Grünachse an den Kurt-Schumacher-Platz wenig überzeugen. Kritisch wird von der Jury auch die Dimensionierung der Kiez-Plätze bewertet.

Insgesamt stellt der Entwurf eine qualitätsvolle Arbeit dar, die einen hohen Innovationsgehalt aufweist, jedoch – nicht zuletzt auf Grund der Eindeutigkeit der baulichen Setzungen und Typologien – die notwendige und gewünschte Flexibilität einschränken könnte.

Modell © Fotograf Herr H.-J. Wuthenow
Modell © Fotograf Herr H.-J. Wuthenow

Lageplan
Lageplan

Perspektive 1
Perspektive 1

Perspektive 2
Perspektive 2

Vertiefung 1
Vertiefung 1

Vertiefung 2
Vertiefung 2