Städtebau  
 

Nichtoffener Realisierungswettbewerb für Architekten als Generalplaner oder für Bewerber-/ Bietergemeinschaften aus Architekten mit Fachplanern für Tragwerksplanung, für Technische Gebäudeausrüstung und mit Landschaftsarchitekten
"Neues Wohnen an der Briesestraße, Berlin Neukölln"

Ergebnis: 3. Preis


3. Preis:
14.000,- Euro
  Architektur: Spengler-Wiescholek Architekten und Stadtplaner, Hamburg

Verfasser: Ingrid Spengler, Manfred Wiescholek
Mitarbeit: Maren Kupferschmidt, Kai Yang

Landschaftsarchitektur: el:ch landschaftsarchitekten, Berlin

Verfasser: Elisabeth Lesche
Mitarbeit: Olivia Giorgi, Sophia Krause

Tragwerksplanung: Ingenieurbüro Dr. Binnewies, Hamburg

Verfasser: Werner Nagel

Technische Ausrüstung: IG Tech, Hamburg

Verfasser: Hans Carsten Behnke

Sonderfachleute / Berater: Visualisierung: Moka Studio, Hamburg



Beurteilung durch das Preisgericht:

Die Verfasser greifen mit ihrem Entwurf den Blockrand auf und schaffen einen kleinen halböffentlichen Platz an der Mündung des Grünzuges Lessinghöhe. Dort befindet sich ein öffentliches Café mit nach Süden orientierten Terrassen.

Der Übergang des Entwurfs zum Gemeindehaus an der Briesestraße überzeugt nicht.

Die Höhenentwicklung des Geländes wird durch ein überhöhtes, sich an die Außenhöhen anpassendes EG kompensiert. Es entsteht im Inneren ein Hof der von Ateliers umschlossen ist und verschiedene Freizeitaktivitäten beinhaltet. Auf die komplexe Bespielung der Brandwand im Hof könnte aus Sicht der Jury verzichtet werden.

Alle Treppenhäuser sind konsequent vom Straßenraum aus erschlossen. Nicht alle Treppenhäuser haben direkte Zugänge zum Hof, auch das Treppenhaus im Anschluss an die Brandwand an der Kienitzer Straße ist im EG wenig wirtschaftlich als Schlauch ausgeformt.

In den Obergeschossen ergeben sich konventionelle Treppenhauserschließungen mit 4-5-Spännern. Die Treppenhäuser bieten eine wirtschaftliche Erschließung ohne gemeinschaftsfördernde Elemente. Die Ateliers sind konsequent an der öffentlichen Fuge positioniert.

Die Verfasser schlagen einen Massivbau mit unterschiedlichen Fassaden vor. Die Gebäudeteile im Norden bestehen aus verputztem Mauerwerk. Im Süden, zum Park hin, werden die Fassaden mit vorgehängten Betonfertigteilen verkleidet, welche an Gestaltungsprinzipien von Bürobauten erinnern. Insgesamt entstehen dadurch verschiedene optische Adressen. Der Gesamteindruck des nach Süden gerichteten Bauteils erzeugt kein wohnungsaffines Bild.Die konsequente Wiederholung derselben Fassadenelemente lässt eine Standardisierung in der Fassaden-Ausführung zu.

Das Gemeindezentrum wird durch die Planung gering beeinträchtigt. Die 28 Stellplätze sind nachgewiesen.

Die Planung zeigt eine durchschnittliche Wirtschaftlichkeit mit wahrscheinlich günstigen Instandhaltungskosten.

Der Entwurf bietet auf Basis einer klassischen Treppenhauserschließung gut strukturierte und wirtschaftliche und gut belichtete Wohnungen.

Modell © Fotograf Herr H.-J. Wuthenow
Modell © Fotograf Herr H.-J. Wuthenow

Lageplan
Lageplan

Perspektive Kienitzer Straße
Perspektive Kienitzer Straße

Perspektive Briesestraße
Perspektive Briesestraße

Grundriss EG
Grundriss EG

Grundriss OG
Grundriss OG