Städtebau  
 

Nichtoffener Wettbewerb
"Erweiterung Kopernikus-Oberschule, Berlin Steglitz-Zehlendorf"

Ergebnis: 1. Preis


1. Preis:
18.000,- Euro
  Verfasser: ReimarHerbst.Architekten BDA, Berlin
Reimar Herbst / Angelika Kunkler

Mitarbeiter: Iva Kocheva, Nikolaus Steinke

Landschaftsarchitekt: relais Landschaftsarchitekten BDLA, Berlin
Marianne Mommsen

Tragwerk: R & P Ruffert
Ingenieurgesellschaft mbH
Holger Bruch
Berlin

TGA: igz Ingenieurgesellschaft Zimmermann
für Gebäude- und Labortechnik mbH
Mirko Zimmermann
Berlin


Beurteilung durch das Preisgericht:

Die bestehende Schule wird mit dem neuen Erweiterungsbau städtebaulich sinnvoll ergänzt. Die Struktur des Bestands wird fortgesetzt, der Eingang ist richtig, an der Schnittstelle von Bestand und Neubau, situiert. Der Neubau wird in der Ecksituation zu einem Kopfbau aufgeweitet und schafft gut proportionierte Schulhöfe und Freiräume.

Die Sporthalle setzt die Flucht der Grundschulsporthalle fort und verspringt zu dem bestehenden Schulgebäude der Kopernikusschule. An der Treitschkestraße wird die städtebauliche Reihung der unterschiedlichen Baukörper aufgenommen, der Baublock wird nicht geschlossen. Das zurückspringenden Staffelgeschoss des Kopfbaus ist nicht nachvollziehbar und müsste überarbeitet werden.

Die Freianlagen sind schlüssig entwickelt und lassen eine hohe Durchlässigkeit und Qualität erwarten. Äußere Erschließung und Anlieferung sind gut gelöst.

Die Fassaden sind für ein Schulgebäude in Gestaltung und Materialität sehr ansprechend entwickelt. Die Fassade zur Treitschkestraße ist nicht schlüssig in Grundriss und Ansicht und müsste überarbeitet werden.

Die Funktionen der Schule sind gut organisiert. Der Eingangsbereich ist richtig situiert. Das angemessen proportionierte Foyer verbindet Erweiterungsbau und Bestandsgebäude schlüssig. Im Erdgeschoss sind die Mensa und der Küchenbereich sowie die Musiksäle angeordnet. Die Lage der Küche ist zu überdenken, um gegebenenfalls mehr Tageslicht für die Aula zu erreichen. Der Freizeitbereich und der Verwaltungsbereich sind jeweils auf einem Geschoss organisiert, dies wird gelobt. Positiv bewertet wird der zentrale Erschließungsbereich zwischen den Klassen im Kopfbau.

Die Sporthalle ist als Einfach-Sporthalle richtig organisiert, allerdings fehlt ein Geräteraum. Bei einer Erweiterung um zwei Hallenteile ergeben sich strukturelle Probleme bezüglich der Lage der Geräteräume.

Die Barrierefreiheit ist im Schulgebäude gegeben. Durch den Höhenversprung zwischen Neu- und Altbau ist eine durchgehende Erschließung nur durch Treppen und Aufzug möglich. Die Abstandsflächen zwischen Kopfbau des Neubaus und bestehender Sporthalle werden unterschritten. Durch eine Änderung der Raumausrichtung in den Eckräumen scheint diese Unterschreitung vertretbar.

Das Raumprogramm ist grundsätzlich erfüllt, bis auf die größtenteils zu kleinen Klassenräume. Die kompakten Baukörper ermöglichen eine hohe Wirtschaftlichkeit.

Modell
Modell

Ansicht
Ansicht

Grundriss
Grundriss

Schnitt Schule
Schnitt Schule

Schnitt Sporthalle
Schnitt Sporthalle