Städtebau  
 

Nichtoffener Wettbewerb
"Neubau Oberstufenzentrum Chemie, Physik, Biologie"

Ergebnis: 3. Preis


3. Preis:
28.000,- Euro
  huber staudt architekten bda Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin

Verfasser: Christian Huber, Joachim Staudt, Ulrich Krüger
Mitarbeiter: Wenzel Jirzik, Yifang Liu, Sohta Mori, Lisa Rochlitzer, Tobias Schäfer
Landschaftsarchitekt: UKL // Ulrich Krüger Landschaftsarchitekten, Dresden (Laura Chiarandini, Guido Pohndorf)
TGA: Ingenieurbüro Grube, Berlin
Statik: Eisat GmbH, Berlin (Achim Sattler)
Küchenplanung: K3 Planungsgesellschaft mbH, Berlin (Peter Neumann)


Beurteilung durch das Preisgericht:

Die deutlich formulierte Zielsetzung der Teilnehmer, die neue Schule in den 'Campus Efeuweg' zu integrieren, ist gelungen. Die Aufteilung der einzelnen Funktionen auf drei Baukörper begründet sich in dem Wunsch, das Vorhandene aufzugreifen und dies angemessen weiterzuentwickeln. Dies gilt sowohl für die Körnung der Baukörper wie auch für die gelungene Abfolge von Platzräumen und die vielfältigen neuen Wegebeziehungen.

Hervorzuheben ist die präzise Platzierung einzelner Bausteine. Durch die Ausrichtung des Unterrichtsgebäudes und die daraus resultierenden freie Blickachse zu dem später freiwerdenden Grundstück im Norden entfalten sich zahlreiche spätere Nutzungsmöglichkeiten der Flächen.

Die Cafeteria als ein eigenständiges Bauwerk könnte langfristig ein zentraler Treffpunkt auch außerhalb der Schulzeiten werden. Aus Sicht des Nutzers ist die Ausgliederung der Cafeteria jedoch ein Verlust, da sie als belebendes Element des Unterrichtsgebäudes gesehen wird.

Alle Eingänge befinden sich an der richtigen Stelle und sind daher leicht auffindbar. Gekonnt verbinden sie den Außenbereich mit dem Innenraum. Es entstehen fließende Übergänge mit hoher Aufenthaltsqualität.

Die innere Organisation aller drei Bauten folgt einem klaren Konzept. Die Erschließung ist in sich logisch und sorgfältig proportioniert. Alle Räume und Grundrisse sind gut geordnet und zeugen von hohem Maß an Disziplin der Verfasser.

Leider mangelt es an architektonischen Überraschungen und unverwechselbaren Räumlichkeiten. Dabei wäre eine eigenwillige Gestaltung der Gebäude gerade in diesem Umfeld von hoher Bedeutung. Dies gilt vor allem für das Unterrichtsgebäude. Das Erscheinungsbild der Baukörper ist ein wenig steril und kraftlos. Der spielerische Umgang mit größeren einzelnen Öffnungen kann nicht überzeugen. Die Ablesbarkeit einzelner Funktionen am Fassadenbild wird jedoch positiv beurteilt.

Die Wirtschaftlichkeit der Bauten ist gegeben - ein überdurchschnittlich hoher Anteil an Glasflächen in der Cafeteria fordert höhere Unterhaltskosten. Eine Kostensteigerung aufgrund zu niedriger Raumhöhen ist zu erwarten.

Insgesamt handelt es sich um einen wertvollen Beitrag zur gestellten Aufgabe. Das Potential in der städtebaulichen Komposition eröffnet neue ungeahnte Möglichkeiten, sowohl im architektonischen Sinne wie auch im sozialen Miteinander in einem besonderen Stadtteil.
Modellfoto
Modellfoto

Perspektive
Perspektive

Lageplan
Lageplan

Grundriss EG
Grundriss EG

Ansicht Süd-West
Ansicht Süd-West

Schnitt
Schnitt

Schnitt
Schnitt
 


 
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