Städtebau  
 

Verhandlungsverfahren "Parklandschaft Tempelhof"

Verfahren und Bürgerbeteiligung


Zur Vorbereitung der Aufgabenstellung für den Wettbewerb Parklandschaft Tempelhof fanden mehrere Schritte zur Bürgerbeteiligung statt. Mit verschiedenen Beteiligungsformen wurden viele Bürger/Bürgerinnen erreicht, nicht nur im Umfeld sondern auch berlinweit.

Internetdialog 2007
Es gab 68.000 Besuche auf der website, davon 400 Ideen zu Projekten für das Feld, 1600 Kommentare und 9.800 Bewertungen dazu.

Bürgerbefragung / Fokusgruppen Sommer 2009
Im Einzugsbereich des Feldes (6000) und berlinweit (1000) wurden Fragebögen verschickt, um ein möglichst breites Bild der Bürgerwünsche zu erhalten. Der Rücklauf war mit 25 - 30 % sehr gut.
In den Fokusgruppen wurde mit 17 Gruppen, insbesondere Migranten, anhand des Fragebogen vertiefende Gespräche geführt.

Bürgerbeteiligung Herbst 2009
Im Oktober 2009 wurde eine Bürgerbeteiligung im Hangar 1 durchgeführt. An den vielen Angeboten und Besichtigungen nahmen 4500 Bürger/innen teil und äußerten ihre Wünsche. Alle Ergebnisse flossen in die Aufgabenstellung ein.

Anfang März 2010 wurde dann ein offener landschaftsplanerischer Wettbewerb ausgelobt, an dem Landschaftsarchitekten zusammen mit Architekten und Stadtplanern weltweit teilnehmen konnten. 78 Arbeiten wurden abgegeben, davon gut 40% aus dem Ausland. Das internationale Interesse war groß.
Mitte Juni wurden vom Beratungsgremium sechs Projektteams ausgewählt, um in weiteren Schritten ihre Entwürfe zu konkretisieren:
  • - BASE Landschaftsarchitekten, Paris / AnOtherArchitect, Berlin
  • - bbzl böhm benfer zahiri landschaften städtebau, Berlin
  • - Capatti Staubach Landschaftsarchitekten Berlin, Christoph Mayer Architekt, Berlin
  • gross.max Landschaftsarchitektur, Edinburg / Sutherland Hussey Architects, Edinburg
  • Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden / Rohdecan Architekten, Dresden
  • Topotek1 Landschaftsarchitekten, Berlin / Dürig Architekten, Zürich
Dialogwochenende 29./29.8.2010
Bevor das Verfahren weiter ging, fand ein Dialog-Wochenende statt, zwischen Bürgern (etwa 2.400), den Planern der ausgewählten Entwürfe, Beratungsgremium und Verwaltung, als Baustein für die weitere Arbeit.

Besuchermonitoring zur Aneignung des Feldes
Im Sommer / Herbst 2010 wurde zudem das tatsächliche Verhalten der Bürger/Bürgerinnen auf dem Feld sowie ihre Verbesserungswünsche erfasst.

Ab Anfang September überarbeiteten im anschließenden Verhandlungsverfahren die sechs Teams ihre Pläne. Dazu wurden vier Kolloquien mit den Teams, jeweils einzeln, und der Jury durchgeführt. Abschließend gab es jeweils Gesamtbesprechungen. So wurden die Arbeiten im Dialog weiter entwickelt und an die Erfordernisse für diesen Ort angepasst. Abschließend sprach das Beratungsgremium, dem internationale Fachleute, Senat und Bezirke angehörten, im März 2011eine einstimmige Empfehlung zur weiteren Beauftragung des Teams Gross.Max. und Sutherland Hussey, Edinburgh, aus.
Mit diesem Entwurf werden die fehlenden Parkbausteine, die beim Besuchermonitoring gewünscht wurden, Realität.