Städtebau  
 

Nichtoffener Wettbewerb
"Erweiterungsbauten auf dem Campus Rütli - CR²"

Ergebnis: 1. Preis


1. Preis:
25.000,- Euro
  schulz & schulz architekten gmbh, Leipzig

Verfasser: Ansgar Schulz, Benedikt Schulz
Mitarbeiter: René Büttner, Clemens Zirkelbach
Landschaftsarchitektur: Bernard und Sattler Landschaftsarchitekten, Berlin


Beurteilung durch das Preisgericht:

Städtebaulich besticht die Arbeit durch den zentralen Campusplatz, der durch die beiden winkelförmigen Bauten gebildet wird und dabei die bestehende Kita geschickt einbezieht. Dem Campusgedanken wird dadurch im besonderen Maße Rechnung getragen. Die teilende Wirkung der baumbestandenen Rütlistraße wird wesentlich gemindert. Im Übrigen wird ein Höchstmaß an Freiflächen bewahrt.

Die Baukörper für WAT und Berufsorientierende Angebote bilden eine eingeschossige Eingangssituation, deren städtebauliche Stärkung überprüft werden sollte.

Das Elternzentrum wird als L-förmiger Baukörper wirtschaftlich und dennoch mit räumlicher Qualität erschlossen. Ein Teil der Büros wird einhüftig erschlossen. Im Obergeschoss fehlt jedoch der zweite Fluchtweg.

Bei der Schulerweiterung handelt es sich um einen L-förmigen Baukörper, der sehr pragmatisch und flächensparend als Zweibund organisiert ist. Gleichzeitig wird die Brandwand über vier Geschosse vollständig abgedeckt.

Der Haupteingang liegt strategisch günstig in der Tiefe des Grundstücks. Der Zugang erfolgt ebenerdig in eine kleine Eingangshalle, die gut mit dem Erdgeschoss und dem Untergeschoss des Altbaus über einen Splitlevel verbunden ist. Die großzügige Gestaltung der Treppenanlage steht in gewissem Widerspruch zur geringen Größe der Halle.

Der lange Schenkel des L enthält am Mittelflur die Klassen- und Gruppenräume. Das offene Treppenhaus am Ende dieses Flures muss noch zu einem notwendigen Treppenraum umgebildet werden.

Der kurze Schenkel des L-förmigen Baus wird sehr wirtschaftlich über den Flur des Altbaus erschlossen. Im Erdgeschoss findet sich hier die Bibliothek, die sehr gut angeordnet ist und sowohl von der Halle, als auch vom Altbau erreicht werden kann.

In den Obergeschossen entsteht durch das enge Zusammenbinden von Alt- und Neubau ganz unaufgeregt eine räumliche Einheit.

Als zweiter Fluchtweg werden die Bestandstreppenhäuser genutzt. Dafür müssen diese ertüchtigt werden.

Die unbelichtete Innenecke wird durch Nebenräume und den Aufzug (Durchlader), der alle Geschosse barrierefrei verbindet, richtig genutzt. Die Fassade mit ihrem pragmatischen Duktus, die Innenräume einfach abzubilden, führt im Zusammenhang mit dem gewählten Wärmedämmverbundsystem zu einem Ausdruck, der Gefahr läuft, banal zu wirken und im Widerspruch zur Gesamtqualität der Arbeit steht.

Modell

Perspektive Schulerweiterung
Perspektive Schulerweiterung

Lageplan
Lageplan

Grundriss EG Schulerweiterung
Grundriss EG Schulerweiterung

Grundriss EG Elternzentrum
Grundriss EG Elternzentrum

Ansicht Schulerweiterung von Osten
Ansicht Schulerweiterung von Osten

Ansicht Elternzentrum
Ansicht Elternzentrum

Ansicht WAT/ Berufsorientierende Angebote
Ansicht WAT/ Berufsorientierende Angebote

Perspektive Schulerweiterung
Perspektive Schulerweiterung