Städtebau  
 

Nichtoffener Wettbewerb
"Sanierung des Rathauses Zehlendorf auf Nullheizenergieniveau"

Ausschreibung


Anlass und Ziel
Gegenstand des Wettbewerbs ist die energetische Sanierung des Rathauses Zehlendorf mit dem Ziel, den gegenwärtigen Heizwärmebedarf (Nutzenergie) um mind. 80 Prozent und den Strombedarf um ca. 50 Prozent zu reduzieren und eine ausschließliche Deckung des verbleibenden Heizenergiebedarfs durch erneuerbare Energien zu ermöglichen (Nullheizenergie-Gebäude und Null CO2-Emissionen-Gebäude).

Das Rathaus Zehlendorf ist ein Gebäudeensemble, welches sich aus fünf teils sehr unterschiedlichen Bauteilen verschiedener Baujahre zusammensetzt. Dem denkmalgeschützten Hauptgebäude aus dem Jahr 1928 (Gebäudeteil A, differenziert in die Bauteile A1, A2, A3) stehen mit den Bauteilen B, C, und E typische Plattenbauten aus dem Jahr 1973 und mit dem Bauteil D ein unverkennbares Beispiel der 50er Jahre Architektur gegenüber. Der Rathauskomplex hat insgesamt eine Größe von rund 20.000 qm Bruttogeschoßfläche (BGF).

Von den Wettbewerbsteilnehmern wird ein gleichermaßen architektonisch anspruchsvoller und energieoptimierter Entwurf erwartet. Wettbewerbsaufgabe ist ein Entwurf für die energetische Sanierung der Fassade sowie die Konzeption einer energieeffizienten Gebäudetechnik. Die heterogene Baukörpergestalt macht unterschiedliche Herangehensweisen an die Sanierung der Gebäudehüllen erforderlich und impliziert zugleich die Anforderung an ein Gesamtsanierungskonzept, das die geplanten Maßnahmen nutzt, um den Gebäuden eine neue Gestalt zu geben, in der die einzelnen Bauteile mehr als bisher in einer qualitätvollen Weise integriert werden. Bezüglich der Technischen Ausstattung sind im Rahmen des Wettbewerbes Lösungsansätze für die Umsetzung der in Grundzügen bereits ausgearbeiteten Konzeption für die energetische Bewirtschaft gefordert. Insbesondere sind die Anlagenkonfiguration zur Deckung des verbleibenden Heizenergiebedarfs sowie Ansätze zur Optimierung der weiteren Gebäudetechnik aufzuzeigen.

Der Gesamtkostenrahmen beträgt rd. 14,7 Mio. EUR brutto (KG 200-700). Es ist beabsichtigt, in der Folge, je nach zur Verfügungsstellung weiterer Haushaltsmittel, an den Preisträger weitere Aufträge für die Grundsanierung des Gebäudeensembles zu vergeben.

Das Sanierungsvorhaben wird im Rahmen der Programme KSI (Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums) und des UEP (Umweltentlastungsprogramm des Landes Berlin) als Modellprojekt gefördert. Dies erfordert eine Fertigstellung der Baumaßnahme (VOB-Bauabnahme) bis Ende Juni 2014.

Die für das Bauvorhaben vorgesehenen ökologischen Maßnahmen sollen im Rahmen der Gesamtplanung schlüssig sein und im Einklang mit einem überzeugenden architektonischen Konzept. Planung und Realisierung sollen in beispielgebender Weise den Grundsätzen der Nachhaltigkeit Rechnung tragen.


Luftbild
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Bestandsansicht
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