Städtebau  
 

Begrenzt offener Realisierungswettbewerb
"Probebühnenzentrum Deutsches Theater"

Ergebnis: Anerkennung


Anerkennung:
2.500,- Euro
  Bruno Fioretti Marquez Architekten, Berlin

Verfasser: Piero Bruno
Mitarbeiter: Donatella Fioretti, José Marquez, Riccardo Sanquerin, Ruben Jodar, Regina Münstermann, Fabian Wichers
Tragwerksplanung: Schnetzer Puskas Ingenieure AG, Basel, Tivadar Puskas
Sonderfachleute / Berater: Berater WINTER Beratende Ingenieure, Berlin, Mirko Zimmermann (TGA)


Beurteilung durch das Preisgericht:

Durch die Auflösung des Bauvolumens in 2 Gebäudeteile wird das Anatomische Theater "freigespielt" und es entsteht eine Blickbeziehung zum Deutschen Theater.

Insgesamt wird dieses Freispielen als sehr positiv empfunden. Es suggeriert ein Weiterverweben der Parkanlage und vermittelt zwischen dem Garten und dem Hof. Die Nutzung dieses Anliefer- und Werkstatthofes steht dazu im Widerspruch. Der direkte Anbau des Werkstattgebäudes an den Nachbargiebel der Veterinärmedizin wird als kritisch gesehen.

Die Ausbildung der beiden Gebäudevolumen und der Fassaden ist sehr elegant. Die in den Fassaden dargestellte Spiegelung nimmt in der zweiten Wahrnehmung den Kontext des Gegenübers auf.

Die skulpturale Gestaltung der Gebäudeteile entwickelt sich von innen und außen aus der Funktionalität. Der Öffnungsanteil ist dem Ort und der Nutzung angemessen. Die Höhenstaffelung der Gebäude ist logisch aus dem Raumprogramm entwickelt. Als problematisch wird die Anordnung der Werkstätten bis in 3. OG gesehen. Es fehlt der zweite Rettungsweg im Werkstattgebäude.

Die Baugrube erstreckt sich über das gesamte Grundstück bis zur Panke, dadurch wird ein Ersatz der Löschwasserzentrale erforderlich. Die Aufrechterhaltung des Theaterbetriebes ist nur durch eine Realisierung in Bauabschnitten möglich.

Die Erschließung der Garderoben und Sanitärräume für die Schauspieler über den Probebühnenraum KSP ist nicht möglich.

Die konstruktive Ausbildung und hier insbesondere das gewählte statische System für die Probebühne sind plausibel. Durch die Auflösung in 2 Gebäudeteile entsteht eine ungünstige Kompaktheit.

Die Baukosten überschreiten insgesamt den Kostenrahmen um 20%.

Insgesamt handelt es sich um eine für den Ort sehr sensible Arbeit, die die Qualität des Parks stärkt.
Modell
Modell

Lageplan
Lageplan

Grundriss, Ansicht, Schnitt
Grundriss, Ansicht, Schnitt

Grundrisse
Grundrisse

Perspektive
Perspektive

Perspektive
Perspektive