Städtebau  
 

Offener landschaftsplanerischer Wettbewerb
"Parklandschaft Tempelhof"

Ergebnis: Preisgruppe


Preisgruppe:
16.667,- Euro
  Landschaftsarchitekt: Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden
Till Rehwaldt
Mitarbeit: Angela Aurin, Claudia Schreckenbach, Isabel Bartsch

Architekt / Stadtplaner: Rohdecan Architekten, Dresden
Canan Rohde-Can, Eckart Rohde
Mitarbeit: Michael Kührt, Enrico Lau


Beurteilung durch das Preisgericht:

Die Leitidee der Arbeit ist die Offenhaltung des inneren Flugfeldes. Dieses wird durch einen differenzierten Wegegürtel ("Innerer Parkring") umschlossen. Damit wird die heutige Qualität dauerhaft gesichert und mit einer Baumkulisse räumlich gefasst.

Der innere Parkring wird durch unterschiedlich weit ausgreifende, spiralartige Ringwege erschlossen. Diese umfassen sowohl die Baufelder, als auch die äußere Seite des Flughafengebäudes. In den Zwischenbereichen entstehen Fließformen, die als beschattete Wiesenflächen punktuell mit differenzierten Funktionszuweisungen genutzt werden können. Bereichsweise erscheint das virulente Spiel der Wege allerdings überstrapaziert. Hier werfen exakte Lage, Parallelführung und Kreuzungspunkte noch Fragen auf.

Der Beitrag nimmt auf dem Flugfeld vorhandene Wegespuren oder naturräumliche Elemente wie den (ehemaligen) Schlangenpfuhl sensibel auf. Im äußeren Parkring werden Möglichkeitsräume definiert, die kurzfristig für Raumpioniere und temporäre Nutzungen zur Verfügung stehen. Langfristig entstehen hier die Stadtquartiere.

Für die IGA werden dauerhafte Flächen im Bereich des Alten Flughafens mit temporären Flächen im Bereich des Columbia-Quartiers und des Flugvorfeldes angelegt. Inwieweit die allein durch Bäume entstehenden Räume für eine IGA-Nutzung und -Atmosphäre ausreichend gut geeignet sind, ist vertiefend zu prüfen. Positiv für die IGA ist der Versuch der Anbindung der nördlichen Flächen hin zum Vorfeld. Das Vorfeld wird temporär (?) durch Baum-Mobile in seiner Flächenhaftigkeit zumindest ansatzweise gegliedert.

Eine zukünftige IBA ist im Bereich des äußeren Parkrings innerhalb der Möglichkeitsräume machbar und durch die enge Verzahnung mit freiraumplanerischen Themen als "Landschafts-Expo" an diesem Ort zu konzipieren.

Der Entwurf bietet für unterschiedliche Akteure Nutzungs- und Beteiligungsangebote. Hervorzuheben sind die Ringwege mit ihren unterschiedlichen Hartbelägen, die das Erlebnis verschiedener Geschwindigkeiten ermöglichen. Dabei entstehen durch die abschnittsweise Nutzungsmöglichkeit der Ringwege auch sinnvolle nahraumbezogene Spazierweg-Runden.
Lageplan
Lageplan

Vogelperspektive
Vogelperspektive

Perspektive
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