Städtebau  
 

Nichtoffener landschaftsplanerischer Ideen- und Realisierungswettbewerb
"Freiräume an der Akademie Jüdisches Museum Berlin"

Ergebnis: Anerkennung


Anerkennung:
3.000,- Euro
  Club L 94 LandschaftsArchitekten, Köln

Verfasser: Frank Flor, Jörg Homann, Götz Klose, Burkhard Wegener
Mitarbeiter: Nina Rhode, Ben Warnecke, Doron Stern


Beurteilung durch das Preisgericht:

Den Verfassern gelingt es, für das sehr heterogene große Planungsgebiet ein prägnantes und schlüssiges Gesamtkonzept zu entwerfen. Es wird eine überzeugende Erschließungsstruktur dargestellt, die eine klare Wegeführung und Querung des gesamten Geländes von der Friedrichstraße zum Jüdischen Museum anbietet. Außerordentlich prägnant wirkt die räumliche/ landschaftsarchitektonische Fassung -und auch optische Vergrößerung- des Besselparks, sowie die klare Führung von der Enckestraße zur Platzanlage an der Akademie und Museum.

Leider konterkariert das zentrale Entwurfsmotiv der Platzgestaltung zwischen Museum und Akademie - die als Prallschutz gedachten aufgeklappten Treppenanlagen - die stadträumliche Verbindung von Museum und Akademie über die Lindenstraße hinweg. Die historische Fassade des Kollegiengebäudes wird dadurch von der Akademie aus gesehen ihres Sockels beraubt und vom Kollegiengebäude aus wird der zentrale Zugang zur Akademie in die seitlichen Erschließungsräume umgelenkt. Die Wiederholung des Motivs von schiefer Ebene und Treppe an der ehemaligen Sternwarte schränkt die Nutzbarkeit des kleinen Platzes ein.

Des Weiteren entspricht die Treppenanlage an der Lindenstraße nicht den Anforderungen des Anprallschutzes und die kleinere Treppenanlage zum Besselpark behindert die Anlieferung des Akademiegebäudes.
Lageplan M 500
Lageplan M 500

Lageplan M 200
Lageplan M 200

Perspektive
Perspektive

Perspektive
Perspektive