Städtebau  
 

Begrenzt offener Realisierungswettbewerb
Stadtmuseum Berlin im Marinehaus

Ergebnis: 3. Preis


3. Preis:
12.500,- Euro
  Max Dudler, Berlin

Verfasser: Max Dudler
Mitarbeiter: Silke Meier zu Evenhausen, Kyung-Ae Kim, Malte Meyer, Alexander Bonte
Tragwerksplanung: Pichler Ingenieure GmbH, Berlin, Herr Hartfiel
Haustechnik: IGL - Ingenieurgesellschaft für technische Gesamtplanung mbH, Berlin, A. Trache
Visualisierung: Neumeyer Treese


Beurteilung durch das Preisgericht:
Der Entwurf sucht einen Weg zwischen denkmalpflegerischer Rekonstruktion und zeitgemäßer Interpretation der neuen Nutzung. Dies wird in der städtebaulichen Erscheinung durch die Abstraktion des historischen Turms und der bronzenen Bekleidung des Turmaufsatzes, der Bezug nehmen will auf die Materialität des Märkischen Museums, thematisiert. Im Innern entspricht dieser positiv bewerteten Haltung die Übersetzung der erdgeschossigen Pfeilerhalle in die Architektur des Eingangsfoyers und insbesondere der Versuch in den Obergeschossen, mit einem eingestellten White Cube den historischen Saalbau neu zu thematisieren und räumlich sichtbar zu machen.

Es entsteht eine signifikante und eigenwillige Architektur der Innenräume. Dabei wird die sich ergebende Kleinteiligkeit und architektonische Determination ausstellungstechnisch kritisch gesehen. Insbesondere durch die im Mittelraum eingestellte Treppe entstehen Raumdispositionen, die für die Nutzung des Stadtmuseums ungeeignet sind.

Die Erschließung des Museums erfolgt über ein etwas beiläufiges, vorgelagertes Erschließungspodest, die sich wiederum auf Materialität des Turmaufsatzes bezieht. Die vom Foyer ausgehende, einläufige Haupterschließungstreppe verbindet die Ausstellungsebenen auf kurzem Wege. Ein weiterer Erschließungsweg erfolgt über das vorhandene, historische Treppenhaus, wobei die im Entwurf aufgenommenen historischen Foyers im 1. und 2. OG für die Rundgänge positiv bewertet werden. Die funktionale Gebäudedisposition ist klar ablesbar.

Die Anlieferung ist problemlos und wie der Verwaltungszugang vom Ausstellungsbereich separiert. Die Anordnung der Büro– und Verwaltungsräume in einem Neubauteil entlang der östlichen Grundstücksgrenze im Blockinnenbereich wird insbesondere hinsichtlich der vorgeschlagenen Befensterung unter genehmigungsrechtlichen Gesichtspunkten äußerst kritisch gesehen.
Perspektive
Perspektive


Grundriss EG, Vergrößerung: 396 KB
Grundriss EG


Längsschnitt
Längsschnitt


Querschnitt
Querschnitt