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Beurteilung durch das Preisgericht: Das räumliche Grundkonzept für die beiden Parks auf dem Friedrichswerder folgt dem angestrebten Leitbild der europäischen Stadt. Der geschlossene Block als gemeinsamer räumlicher Nenner wird mittels klarer und einfacher Baumstellungen übernommen, im Norden als lockerer Baumhain, im Süden als zweireihige Baumrahmung um eine weite offene Rasenlichtung. Die räumliche Disposition der Bäume fügt sich selbstverständlich in den städtebaulichen Zusammenhang ein und schafft gleichzeitig zwei markante Parkbereiche, die sich als Zwillingspaar aus kompaktem Hain und offener Lichtung komplementär darstellen. Einen deutlichen Zusammenhang erhalten die Parks über die Identität stiftende Baumauswahl. Die Zedern verleihen dem Entwurf eine Aura der Erhabenheit, ihre Fremdartigkeit verzaubert den Ort. Jedoch werden die Wuchsbedingungen im Berliner Klimaraum von der Jury als kritisch eingestuft. Die Beschaffung von abgehärteten, an das norddeutsche Klima angepassten Zedern in der von den Verfassern vorgesehenen Güte und Stückzahl erscheint bis zum Zeitpunkt der Realisierung unrealistisch. Längerfristig wird das erwünschte Bild des Hains und der offenen Rasenlichtung durch die zu erwartende Großkronigkeit der Zedern geschwächt. Die Zedern stehen im Rasen oder in wassergebundener Wegedecke. Die von den Verfassern vorgesehene geschlossene Rasenfläche bis an den Stamm ist nur mit erhöhtem Pflegeaufwand zu erhalten. Der Spindlerbrunnen wird auf einer nördlichen, dem Protokolleingang des Auswärtigen Amtes gegenüberliegenden, platzartigen Fläche überzeugend integriert. Seine Form wird in blauen Rundbänken, die sich um einige der Zedernstämme legen, reflektiert. Das Thema Spielen ist in der Konzeption der Parkanlage aufgegangen. Spielelemente aus orange farbigen Stelen konzentrieren sich ohne gesonderte Einfassung entlang der Niederwallstraße im Übergang von den befestigten Flächen zur Rasenlichtung sowie im südlichen Bereich der Rasenlichtung. Der Spielgehalt dieser zwar phantasievollen und filigran mit dem Zederndach verwobenen Spielstruktur ohne zusätzliche Angebote erscheint fragwürdig. Insgesamt ergibt die Reduktion auf die vegetativen Elemente Baum, Hecke und Rasen in ihrer Anordnung eine übersichtliche, robuste Struktur, welche vielfältige Nutzungen zulässt und Veränderungen der Ansprüche an die Parks gelassen entgegen blickt. |
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