Städtebau  
 

Offener Realisierungswettbewerb Jacob und Wilhelm Grimm-Zentrum
- Zentrale Universitätsbibliothek und Computer- und Medienservice
der Humboldt-Universität zu Berlin

Auslobung


Anlass und Ziel:

1810 nach der Konzeption von Wilhelm von Humboldt gegründet, ist die heutige Humboldt-Universität zu Berlin die "Mutter aller modernen Universitäten". Mit innovativen Ideen in Studium, Forschung und Organisation trägt sie auch weiterhin dem Reformimpuls ihrer Gründung Rechnung.

Die Universitätsbibliothek wurde im Jahre 1832 gegründet. Sie begleitet seitdem als zentrale Informationseinrichtung die wissenschaftliche Arbeit an der Universität und hat in ihrer über 170 Jahre alten Geschichte einen umfangreichen und wertvollen Buchbestand aufgebaut. Heute besteht sie aus der Zentralen Universitätsbibliothek (ZUB) und 18 Zweigbibliotheken. Seit fast hundert Jahren ist die ZUB als Mieterin in den Räumen der Staatsbibliothek in unmittelbarer Nachbarschaft zum Hauptgebäude der Universität untergebracht. Aufgrund der Ausbauplanungen der Staatsbibliothek wird ein Neubau für die Universitätsbibliothek erforderlich, der bis zum Jahr 2007 fertig gestellt sein soll. Das Baugrundstück liegt zentral im so genannten “Universitätsquartier Mitte”, welches sich entlang der Universitäts- und Geschwister-Scholl-Straße zwischen der Berliner Prachtstraße “Unter den Linden” und der nördlich gelegenen Spree erstreckt. In unmittelbarer Nähe liegen das Forum Fridericianum und die Museumsinsel. Für den Neubau ist die Bezeichnung "Jacob und Wilhelm Grimm-Zentrum” (Grimm-Zentrum) vorgesehen. Sie ist deutlich sichtbar an dem Gebäude anzubringen.

Mit dem Neubau der Universitätsbibliothek soll das innovative Konzept fortgesetzt werden, wie es für den Standort Adlershof im Erwin Schrödinger-Zentrum im naturwissenschaftlichen Quartier der Universität im Jahr 2003 bereits realisiert wurde: Die beiden Zentraleinrichtungen Universitätsbibliothek und Computer- und Medienservice (CMS, ehemals Rechenzentrum) bieten aus einer Hand eine umfassende Dienstleistung an. Sie treten gemeinsam als eine zentrale Serviceeinrichtung für Informations-, Kommunikations- und Multimediadienstleistungen auf. Sie sind ein Zentrum der Informationsversorgung und des -austausches sowie ein Ort des Lernens und Forschens.

In der Architektur des Gebäudes soll sich das Selbstverständnis der Humboldt-Universität als traditionsreiche aber gleichzeitig moderne und innovative Stätte für Lehre und Forschung von internationalem Rang ausdrücken. In dem Gebäude werden Menschen viele Stunden am Tag studieren, forschen und kommunizieren. Die Architektur soll deshalb Räume schaffen, wo man einerseits ruhig und konzentriert arbeiten kann, - wo man andererseits gerne verweilt, sich wohl fühlt, sich treffen und austauschen kann.

An die Gebäudelösung werden hohe Anforderungen bezüglich des ökologischen und kostensparenden Bauens gestellt. Die ökologischen Planungskriterien des Senats von Berlin für Wettbewerbe sind zu beachten.

Die Herstellung und Betreibung des Gebäudes müssen den wirtschaftlichen Möglichkeiten des Auslobers entsprechen. Für die Beurteilung der Wettbewerbsarbeiten sind die voraussichtlichen Kosten für die Herstellung und die Bewirtschaftung von entscheidender Bedeutung.

- Die Gesamtkosten (Kostengruppen 1-7 incl. 16 v. H. Mehrwertsteuer) für das Vorhaben dürfen 75 Mio. € nicht überschreiten.
- Aufgrund der bekannten Situation der öffentlichen Haushalte - mit den entsprechenden, teilweise drastischen Auswirkungen auf die Universität - kann der Auslober sich nur für eine Lösung entscheiden, die vergleichsweise niedrigere Bewirtschaftungskosten erwarten lässt.


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Lageplan
Lageplan Wettbewerbsgrundstück

Blick auf die Bahn
Foto Blick von der Planckstraße auf das S-Bahn-Viadukt

Blick auf die Brandwand
Foto Blick von der Planckstraße auf die Brandwand