Städtebau  

 

Landschaftsplanerischer Realisierungs- und Ideenwettbewerb Kulturforum Berlin

Ergebnis


2. Preis:
30.000,- DM
  Garten- und Landschaftsarchitekten:
Hannelore Kossel, Berlin
Architekten:
Susanne Quick, Michel Bäckmann, Klaus Quick, Berlin
Mitarbeiter/innen:
A. Khomiakow, E. Cenci, M. Mülling, K. Hohenberg


Beurteilung durch das Preisgericht:
Diese Arbeit zeichnet sich durch einen differenzierten Umgang mit dem Gesamtraum aus und besticht durch selbstbewusste Bescheidenheit.
Es gelingt, ohne Zäsur des Kulturforums einen Spielraum für die Menschen zu schaffen, so dass ein Dreiklang mit einer dichten grünen Tiergartenkante und der steinernen Stadtkante des Potsdamer Platzes entsteht. Das Umfeld von Philharmonie/Kammermusiksaal/Musikinstrumentenmuseum antwortet in überzeugender Weise mit locker gestellten Einzelbäumen auf einem nicht richtungsbezogenen Mosaikboden bzw. Rasen auf die Scharounbauten. Die locker gestellten Bäume geben diverse, abwechslungsreiche Blicke auf die Fassaden. Der zusätzlich gewünschte Zugang von der Ostseite ist klar herausgearbeitet. Die trichterförmige Tiefgaragenzufahrt erscheint etwas überformuliert und ordnet sich nicht in die Ruhe des Entwurfes ein. Der Turm auf dem Baufeld B bildet mit der Potsdamer Platz-Bebauung eine Torsituation für die vorgeschlagene Hotelbenutzung.
Eigenständiges Element des Entwurfes ist das zur Potsdamer Straße ebene und damit gegenüber der Straße abgesenkte "Kulturparterre". Es enthält als vertieftes Element das gewünschte Gebäude im Baufeld A und gibt ihm einen eigenen, den Bedürfnissen des Hauses zugeordneten Hof. Die Proportion der offenen Ebene nimmt den Mies-van-der-Roheschen Maßstab der Nationalgalerie auf und erhält die Sicht auf den Kammermusiksaal und die Nationalgalerie. Die Nationalgalerie bietet weiterhin die räumliche Grenze zum Forum und ist von dort uneingeschränkt erlebbar. Durch die Niveauabsenkung zur Potsdamer Straße entsteht eine deutliche, jedoch zurückgenommene, dem dortigen Verkehr gegenüber gewünschte Zäsur. Das "Kulturparterre" ist multifunktional nutzbar und bietet sich sowohl zum Aufenthalt für die Besucher wie für die Präsentation von Kunstwerken an. Baumgruppen bestimmen über die Potsdamer Straße hinweg auch den Raum vor der Staatsbibliothek, konsequent wird die Potsdamer Straße von Alleepflanzungen freigehalten, der Gesamtraum erfährt dadurch keine optische Unterbrechung. Die beiden bestehenden Gärten am Musikinstrumentenmuseum und an der Staatsbibliothek sind bleibende Bestandteile des Konzeptes.
Eine Realisierung erscheint in der vorgeschlagenen reduzierten Form (Rasenparterre) möglich. Da ein Umbau der Straße an der Matthäuskirche in der ersten Baustufe nicht vorgesehen ist, muss sich die kurzfristige Gestaltung auf das östlich angrenzende Areal beschränken.
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1. Realisierungsstufe M 1:4.000 - Klick für Vergrößerung
1. Realisierungsstufe M 1:4.000

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Ideenbereich M 1:4.000 - Klick für Vergrößerung
Ideenbereich M 1:4.000