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    Wohnen  
 

S-Bahnhof Blankenburg

Städtebauliche Machbarkeitsuntersuchung


Um Lösungen und Ideen für die Verbesserung der heutigen Situation am Bahnhof wie auch eine zukunftsfähige Bahnhofsentwicklung zu erarbeiten, hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Anfang 2019 eine "Städtebauliche Machbarkeitsstudie zur Anbindung des S-Bahnhofs Blankenburg an das geplante neue Stadtquartier 'Blankenburger Süden' (OT Blankenburg, Berlin-Pankow), zum Umstieg in die Straßenbahn und der Umgestaltung des Bahnhofumfelds (pdf; 765 KB)" öffentlich ausgeschrieben.
Im Mai 2019 wurde das Berliner Planungsbüro Agentur BahnStadt GbR mit dieser Aufgabe beauftragt.

Die Neuordnung des Bahnhofsumfeldes muss zum einen platzsparend erfolgen, da nur wenige unbebaute Flächen verfügbar sind und es sich bei den unbebauten Flächen teils um wichtige Landschaftsräume handelt. Zum anderen ist ein hohes Maß an städtebaulicher Qualität zu wahren, da der östlich des Bahnhofs gelegene Stadtraum als Eingangstor zum neuen Stadtquartier Blankenburger Süden gesehen werden muss. Die städtebauliche Machbarkeitsstudie wurde im Sommer 2020 abgeschlossen.

Ergebnis der Machbarkeitsstudie

S-Bahnhof Blankenburg: Umgestaltung Bahnhofsumfeld. Vorzugsvariante 7a; Foto: © Agentur BahnStadt im Auftrag SenStadtWohn
S-Bahnhof Blankenburg: Umgestaltung Bahnhofsumfeld. Vorzugsvariante 7a   Foto: © Agentur BahnStadt im Auftrag SenStadtWohn
Im Ergebnis der Variantenbewertung erweist sich die Variante 7a als Vorzugsvariante.

Aufbauend auf die bereits bestehende Untersuchung zur M2-Verlängerung wurden in einem ersten Schritt Lagealternativen für die Bus- und Straßenbahnverknüpfung untersucht, die in einem zweiten Schritt in städtebauliche Testentwürfe mündeten. In beiden Planungsphasen wurden die Varianten einem mehrstufigen Bewertungsverfahren unterzogen, wobei sich die Lage der gemeinsamen Haltestelle für Busse uns Straßenbahn nördlich der Bahnhofstraße als Vorzugsvariante herauskristallisierte, da diese am ehesten mit kurzen und sicheren Umsteigewegen verbunden ist.

Flankiert wird diese Lösung von einem zusätzlichen Bahnsteigzugang auf der östlich des Bahnhofs gelegenen Entwicklungsfläche, der Verbesserung der Aufenthaltsqualität auf dem bestehenden Bahnhofsvorplatz, einer deutlichen quantitativen und qualitativen Aufwertung der Fahrradabstellsituation, zu der auch der Bau eines Fahrradparkhauses gehört, und einer der Bedeutung des S-Bahnhofs angemessenen städtebaulichen Verdichtung. Die Wendeanlage der Straßenbahn wird in der Vorzugsvariante 7a flächensparend in Form von Kehrgleisen vorgesehen.

Der Abschlussbericht der städtebaulichen Machbarkeitsstudie kann hier heruntergeladen werden:


Visualisierung der Vorzugsvariante: Blick auf den östlichen Vorplatz; Foto: © Agentur BahnStadt im Auftrag SenStadtWohn
Visualisierung der Vorzugsvariante: Blick auf den östlichen Vorplatz Foto: © Agentur BahnStadt im Auftrag SenStadtWohn


Wie geht es weiter?

Nach dem Abschluss der städtebaulichen Machbarkeitsstudie wird für den Bereich des S-Bahnhofs Blankenburg ein Bebauungsplan aufgestellt. Außerdem werden die erarbeiteten planerischen Grundlagen im Rahmen der Vorplanung (Leistungsphase 2 nach HOAI) weiter konkretisiert.

Öffentlichkeitsbeteiligung

Zum Auftakt der Machbarkeitsuntersuchung fand am 18. Juni 2019 eine Informationsveranstaltung mit anschließender Ortsbegehung statt.

Ortsbegehung im Juni 2019: Die Teilnehmer lauschen den Informationen am Eingang des S-Bahnhofs Blankenburg; Foto: Jörg Farys, die projektoren
Ortsbegehung im Juni 2019: Die Teilnehmenden lauschen den Informationen am Eingang des S-Bahnhofs Blankenburg.   Foto: Jörg Farys, die projektoren

Der erste Teil der Informationsveranstaltung, der im Gemeindesaal der evangelischen Kirchengemeinde Berlin-Blankenburg stattfand, diente insbesondere der Vorstellung und Diskussion der Inhalte der Machbarkeitsstudie. Der zweite Teil der Veranstaltung bestand aus einem gemeinsamen Spaziergang zum S-Bahnhof Blankenburg. Insgesamt nahmen ca. 55 Interessierte – Anwohnende und Nutzende des S-Bahnhofs – an der Veranstaltung teil.

Die gezeigte Präsentation sowie die Dokumentation der Veranstaltung können hier heruntergeladen werden: