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Umweltatlas Berlin

08.05 Elektromagnetische Felder

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Karte 08.05.3: Ungestörte elektrische Feldstärke unter Hochspannungsfreileitungen (50 Hz)

In dieser Karte ist das elektrische Feld ohne jeden Umgebungseinfluß (Ausnahme Masteinfluß) verzeichnet. Das Flächengebiet entspricht dem der Karte 08.05.2. Die berechneten maximalen elektrischen Feldstärken der Hochspannungsfreileitungen in einer Höhe von 1 m über dem Erdboden betragen gemäß DIN VDE 0848 T1 (VDE 0848) bei den angenommenen Leitungsparametern:

Freileitung elektrische Feldstärke E
110 kV 2,0 kV/m
220 kV 4,8 kV/m
380 kV 7,6 kV/m

Die Gültigkeit der Berechnungen wurde wieder durch ausgewählte Messungen sichergestellt. Grundsätzlich ist die elektrische Feldstärke unabhängig vom Stromfluß. Im Falle einer geringeren Last sinkt die elektrische Feldstärke jedoch leicht ab, weil die Temperatur der Leiterseile abnimmt, die Seile "straffer gespannt" sind und der Abstand zum Erdboden sich vergrößert.

Die elektrische Feldstärke überschreitet in kleinräumigen Gebieten Werte von 5 kV/m, es handelt sich jedoch hier ausschließlich um Flächen wie Wald und Wiesengebiete, die im allgemeinen nicht zum ständigen Aufenthalt von Personen bestimmt sind. Für die Beurteilung der maximalen gemessenen elektrischen Bodenfeldstärke von 7 kV/m unter der 380-kV-Freileitung sind zudem die besonderen Umstände bei der Leitungsplanung zu berücksichtigen. Die Leitung wurde im Jahre 1979 errichtet. Die Projektierung erfolgte in der ehemaligen DDR entsprechend TGL 200-0614. Die Feldstärken sind nicht als kritisch anzusehen, da diese ausschließlich auf unbebauten Flächen auftreten und in der Realität eine Reduzierung durch den Bewuchs vorliegt. Zusätzlich ist das berechnete elektrische Feld besonders in größerer Entfernung von den Freileitungen als idealisiert zu betrachten, da es in der Realität auch hier durch Bebauung und Bewuchs deutlich reduziert wird.

Über dem Erdkabel ist die elektrische Feldstärke Null (siehe Kapitel Methode).

Karten 08.05.4 und 08.05.5: Magnetische Flußdichte und ungestörte elektrische Feldstärke an Hochspannungsfreileitungen (50 Hz) im Vertikalschnitt

Die Position der Schnitte ist in den Karten 08.05.2 und 08.05.3 eingetragen. Anhand der Abbildungen wird deutlich, daß die Feldstärken nicht nur in der Horizontalen, sondern auch in der Vertikalen variieren. Insbesondere sind in dieser Darstellungsart die Leiterseile als Quellen der Feldstärken zu erkennen. Die Feldstärken nehmen von den Leiterseilen mit 1/r (r = radialer Abstand zum Leiterseil) ab. Die Grenzwerte der 26. BImSchV für die magnetische Flußdichte werden hier nur in unmittelbarer Nähe der Leiterseile überschritten, in einem Bereich der weit innerhalb des zulässigen Sicherheitsabstandes für Personen liegt. Im Falle einer Annäherung wäre eine Person zunächst vom Funkenüberschlag betroffen, bevor sie in den Bereich einer Grenzwertüberschreitung vorstoßen könnte. Die Grenzwerte der elektrischen Feldstärke werden bei der dargestellten ungestörten Ausbreitung im Bereich des tiefsten Durchhanges hier gerade erreicht.

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