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Umweltatlas Berlin

08.05 Elektromagnetische Felder

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Kartenbeschreibung

Karte 08.05.1: Kraftwerke, Verbund- und Verteilungsnetz

Die Karte zeigt das Hoch- und Höchstspannungsnetz der Bewag mit den Spannungsebenen 380 kV, 220 kV und 110 kV. Über die 380- und 220-kV-Leitungen ist das Bewag-Netz mit dem überregionalen deutschen Verbundnetz verknüpft. Der Anschluß erfolgt über die großen Umspannwerke (UW) Teufelsbruch im Westen, Malchow im Norden und Wuhlheide im Südosten der Stadt.

Gegenwärtig wird innerhalb der Stadt eine 380-kV-Diagonalverbindung vom UW Teufelsbruch über das UW Mitte zum UW Friedrichshain und bis 2000 weiter zum UW Marzahn im Osten der Stadt als unterirdische Kabelverbindung errichtet. Vom UW Marzahn zum UW Neuenhagen (östlich der Stadt) wird derzeitig eine neue 380-kV-Freileitung gebaut. Nach der Fertigstellung der 380-kV-Diagonale können die derzeit noch notwendigen 110-kV- und 220-kV-Freileitungen vom UW Neuenhagen zum Stadtgebiet rückgebaut werden.

Über das 110-kV-Netz werden die innerstädtischen Kraftwerke der Bewag in das Berliner Stromversorgungssystem eingebunden. Gleichzeitig werden über diese Spannungsebenen die ca. 80 der 110/10(6)-kV-Umspannwerke versorgt, die zur regionalen Verteilung im Stadtgebiet betrieben werden. Die 110-kV-Leitungen sind im Westteil der Stadt überwiegend verkabelt, im Ostteil Berlins bildet ein 110-kV-Freileitungsnetz das Rückgrat der Stromversorgung.

Karte 08.05.2: Magnetische Flußdichte unter Hochspannungsfreileitungen (50 Hz)

In der Abbildung ist die von den Hochspannungsfreileitungen in Berlin-Buch/Karow erzeugte magnetische Flußdichte in 1 m Höhe über dem Erdboden dargestellt. Es ist zu erkennen, daß die Bereiche gleicher Fußdichten unter den Freileitungen ineinander verlaufen. Eine Trennung der Feldanteile einer "einzelnen" Freileitung ist nicht möglich. Im unteren Teil des Bildes ist deutlich der Verlauf der teilweise als Erdkabel ausgeführten 110-kV-Trasse zu erkennen. Obwohl die Feldstärken über der Trasse gleichbleibend sind, ist die räumliche Ausdehnung im Bereich des Erdkabels vermindert. Ursache hierfür ist die kompakte Verlegeart der 110-kV-Erdkabel, wodurch nur ein schwacher Restfeldanteil übrigbleibt. Direkt über dem Kabel wird dieser Vorteil jedoch vom gegenüber den Leiterseilen geringen Abstand des Kabels zur Erdoberfläche aufgehoben. Auf höheren Spannungsebenen sind die Feldstärken über Erdkabeln sogar größer als unter äquivalenten Freileitungen, weil die Kabel aufgrund der hohen Übertragungsleistung eine zusätzliche Kühlung benötigen, welche eine kompakte Verlegung verhindert.

Die berechneten maximalen magnetischen Flußdichten der Hochspannungsfreileitungen in einer Höhe von 1 m über dem Erdboden betragen gemäß DIN VDE 0848 T1 (VDE 0848 1995) bei den angenommenen Leitungsparametern (mittlere Last):

Freileitung magnetische Flußdichte B Erhöhung bei Spitzenlast
110 kV 2,0 µT + 53%
220 kV 4,2 µT + 14%
380 kV 2,6 µT + 42%

Die Gültigkeit der Berechnungen wurde durch ausgewählte Messungen sichergestellt. Im Falle einer größeren Last steigt die magnetische Flußdichte proportional zur Leistung an. Die berechneten maximalen Feldstärken des 110-kV-Erdkabels in 1 m Höhe über dem Erdboden betragen bei durchschnittlicher Übertragungsleistung:

Verlegeart des 110-kV-Erdkabels magnetische Flußdichte B
Kabel im Rohr * 0,35 µT
Kabel frei 0,24 µT

(* diese Art von Verlegung findet ausschließlich unter Straßen Anwendung)

Zur Einordnung der berechneten Werte sei die im Gebiet Berlin-Buch/Karow an Erdkabeln der Spannungsebenen 1- und 10-kV in 1 m Höhe über dem Gehweg gemessene magnetische Flußdichte angegeben. Diese betrug maximal 0,67 µT und liegt damit über den Werten des 110-kV-Kabels.

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