Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Stadtumbau Ost und West

Aktuelles


Die Modelle der Architekturbüros werden intensiv diskutiert. (Hier der Entwurf des Studios Schultz-Granberg)
Das Publikum verfolgt die drei Präsentationen mit gespannter Aufmerksamkeit.
Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (r.) und Baustadtrat Oliver Schruoffeneger freuen sich über die frischen Ideen zum Halemweg.
Im Entwurf des Büros kleyer.koblitz rückt der Bolzplatz ins Zentrum.
Die Arbeitsgruppe yellow_z präferiert einen großen Stadtplatz und wird ihren Entwurf weiter verfeinern.

Kurze Wege zu Bildung, Kultur, Gesundheit und Erholung

Erste öffentliche Zwischenpräsentation zum Gutachterverfahren Halemweg
August 2019

Wieder einmal ist an diesem 29. August der Saal des Stadtteilzentrums Halemweg trotz brütender Hitze bis auf den letzten Platz gefüllt. Das Interesse der Anwohner*innen an den neuen Vorhaben im Rahmen des Programms Stadtumbau bleibt ungebrochen. Im Publikum sitzen auch der Bürgermeister des Bezirks, Reinhard Naumann, der zuständige Baustadtrat Oliver Schruoffeneger und zahlreiche Vertreter*innen aus Einrichtungen, der Verwaltung und dem Senat. Für die drei Büros[1], die in jeweils nur 15 Minuten ihren Entwurf vor einer solch großen Runde präsentieren sollen, war das eine anspruchsvolle Aufgabe: Während die Ergebnisse städtebaulicher Wettbewerbe sonst erst nach dem Urteil des Preisgerichts bekanntgegeben werden, verläuft das „Konkurierende Gutachterverfahren Gebietszentrum Halemweg“ unter größtmöglicher öffentlicher Beteiligung. Es gibt zudem ein breites Interesse von Fachleuten, denn dieses mehrstufige Verfahren wird wegen des hohen Aufwandes seltener praktiziert.

Am Halemweg soll mit Beteiligung der Öffentlichkeit die bestmöglichste Variante für die neue Gestaltung des Gebietszentrums gefunden werden. Deshalb hatten Anwohner*innen in einem ersten Schritt während und im Vorfeld einer Ideenwerkstatt im Mai ihre konkreten Wünsche mit den Architekturbüros diskutiert. Nun werden im zweiten Schritt – der ersten Zwischenpräsentation – die Modelle ausgestellt und besprochen. Jedes Büro hatte zwei Varianten zu entwerfen, jeweils mit einer unterschiedlichen Gewichtung von Wohnen bzw. sozialer Infrastruktur.

Die sechs Grob-Entwürfe unterscheiden sich in wichtigen Details, haben jedoch gemeinsam, dass sie sich an der aufgelockerten Wohnbebauung orientieren und einem öffentlichen Begegnungsraum den Vorzug gegenüber den vorhandenen großflächigen Parkplätzen geben. Alle drei rücken öffentliche Einrichtungen wie Bibliothek, Jugendclub oder ein Gesundheitszentrum in den Fokus des neuen Platzes.

Nach den Kurzvorträgen der Architekten laden die Gebietsbeauftragte Nadine Fehlert und ihre Kollegen vom Büro Jahn, Mack & Partner die Gäste ein, an drei Orten im Stadtteilzentrum über die Entwürfe noch einmal genauer zu sprechen. Es herrscht in den drei Runden eine konstruktive Atmosphäre. Die Nachbarn sind größtenteils dankbar, dass vorhandene städtebauliche Defizite von den Büros zum Teil sehr beherzt angegangen wurden. Andererseits bringen sie noch einmal vehement ihre Bedenken zum Wegfall von Parkplätzen vor. Auch der Wunsch nach schattigen, mit Bäumen eingefassten Freiflächen wird wiederholt geäußert.

Für das Gutachtergremium werden an diesem Abend die Änderungsvorschläge aus der Nachbarschaft auf Karten notiert. Eingedenk dieser Anmerkungen hat die Jury in der anschließenden Beratung am 30. August beschlossen, dass die Arbeitsgemeinschaft yellowZ und das Studio Schultz Granberg ihre Entwürfe in der zweiten Phase des städtebaulichen Gutachterverfahren bis Ende November vertiefen sollen. Dann dürfen und sollen Interessierte und Anwohner*innen erneut über die weiter ausgefeilten Entwürfe mit den Bürogemeinschaften diskutieren. Gelegenheit ist dazu bei der 2. Öffentlichen Zwischenpräsentation am 28. November von 17.30 Uhr bis 20 Uhr.

Die Konzept-Präsentationen der beiden erfolgreichen Teams finden Sie unter www.stadtumbau-berlin.de/staedtebauliches-Konzept-Halemweg-Dokumente

[1] Büro 1: Studio Schultz Granberg – Städte­bau + Raumstrategien und bbz landschaftsarchitekten berlin
Büro 2: kleyer.koblitz.letzel.freivogel gesellschaft von architekten mbH mit KUULA Landschaftsarchitekten
Büro 3: Arbeitsgemeinschaft yellowz – Abel Bormann Koch PartGmbB, Berlin mit häfner jiménez betcke jarosch landschaftsarchitektur gmbH

Von: B. Gericke / Redaktion Stadtumbau

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