Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Tiergarten-Nordring/ Heidestraße

Sanierung der Kulturfabrik


Die Kulturfabrik Moabit ist ein soziokulturelles Zentrum mit Angeboten für den Stadtteil, das durch sein vieltfältiges Programm eine berlinweite Ausstrahlung entwickelt hat. Neben Konzerten, Theater, Kino, Partys und Ausstellungen werden auch Diskussionen und Veranstaltungen im Café angeboten.

Das über 100 Jahre alte Gebäude steht unter Denkmalschutz und wird unter anderem mit Mitteln aus dem Programm Stadtumbau umfassend saniert und so langfristig gesichert. In Zukunft wird es zwei Theater, zwei Kinos, Musikräume, ein Café und ein Jugendgästehaus geben.

Zum Projekt gehören die denkmalgerechte Sanierung der Gebäudehülle, eine Grundsanierung des Rohbaus sowie der Ausbau der Innenräume. Wärme-, Schall- und Brandschutz werden verbessert. Die Haustechnik wird ebenfalls erneuert.

In dem fünfgeschossigen Backsteingebäude mit dem gefliesten Innenhof waren seit 1911 Werkstätten, Lager und eine Schlachterei des Kaufhauses Wertheim untergebracht. An der rückwärtigen Fassade befindet sich ein Lastenaufzug.

Nach vielen Jahren des Leerstandes begann 1990 die kulturelle Nutzung des Gebäudes und die ehrenamtliche Sicherung der Bausubstanz. Bis zum Beginn der Sanierung stand neben den im Winter mehrmals täglich beheizten Kachelöfen modernste Filmprojektionstechnik. Dies wird nach dem Anschluss des Gebäudes an das Fernwärmenetz endlich Geschichte sein.

Mit der Sanierung des Hauses wird neben dem Kulturbetrieb ein Gästehaus im 3.-5. Stockwerk als sozialverträglicher Wirtschaftsbetrieb entstehen der für Individualtouristen, Jugendliche, gastierende Künstler und Seminartruppen ein preisgünstiges Domizil bereit stellt. Eine verbesserte Infrastruktur sowie eine Medienwerkstatt und Übungsräume für Musiker werden noch mehr Raum für Experimente öffnen.

Die Kulturfabrik verfolgt ein multidimensionales Konzept, das die Verschränkung von Kunst und Kulturarbeit mit Stadtteilarbeit und Förderung lokaler, regionaler und internationaler Initiative erlaubt. Zurzeit arbeiten fünf Vereine im Haus, darunter der "Kulturfabrik Lehrter Str. 35 e.V.". Als Freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe leistet er unter dem Namen KuFaKids sozialraumorientierte und kulturpädagogische Arbeit mit Kindern.

Quelle: Bezirksamt Mitte, Kulturfabrik Lehrter Str. 35 e.V., bearb. A. Stahl
Stand: Oktober 2017
Die rückwärtige Fassade der Kulturfabrik mit dem alten Lastenaufzug
Blick nach oben auf helle Fassade mit großen Fenstern (Lagerhaus) und rotem angebauten Aufzug

Informationen

Adresse:

Kulturfabrik
Lehrter Straße 35
10557 Berlin
Mitte

Auftraggeber/Bauherr:

Bezirk Mitte von Berlin / Gesellschaft für StadtEntwicklung GSE mbH (Projektsteuerung) + Kulturfabrik e. V.

Planung:

Joachim Harms Architekten und Landherr / Architekten und Ingenieure

Gesamtkosten:

2. BA: 3,1 Mio. EUR, davon 2,8 Mio. EUR aus dem Programm Stadtumbau (Stand 2015)

Realisierung:

2018 bis 2021 (Stand 2015)

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AktuellAbgeschlossen

Fördergebiete & Projekte

Ansprechpartner

Fuhrmann, Paul
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen
Tel: (030) 90139 4867
Pelz, Sebastian
Bezirksamt Mitte, Abt. Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Ordnung, Stadtentwicklungsamt
Tel: 9018-45713
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