Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Schwerpunktthemen und Projektbeispiele

Information, Beteiligung und Netzwerke


Angebote zum Mitgestalten des Quartiers

Ziel des Stadtumbaus ist es, die städtischen Quartiere lebenswerter und attraktiver zu gestalten. Was dafür nötig ist, wissen vor allem die Menschen vor Ort sehr gut. Für eine hohe Akzeptanz und Wirksamkeit der Investitionen ist es daher entscheidend, diese lokalen Expert*innen von Beginn an einzubeziehen. Wer von der Ideenfindung bis zur Fertigstellung von Projekten in seinem Wohnumfeld beteiligt ist und mitentscheidet, fühlt sich für das Ergebnis mitverantwortlich.

Dass dies kein geradliniger Weg ist, zeigen viele Erfahrungen. Auch darf gelebte Demokratie das Fachwissen und die Verantwortung der zuständigen Stellen nicht ersetzen. Grundlage für sachliche und zielführende Diskussionsprozesse sind fundierte Informationen. Dabei ist besonders wichtig, unterschiedliche Gruppen zu erreichen und gleichberechtigt zu beteiligen. Auch Menschen, die aus verschiedenen Gründen nicht mit lauter Stimme mitreden (können), brauchen eine Chance, ihre Interessen und Ideen einzubringen. Dazu wurden und werden im Rahmen des Programms viele verschiedene Beteiligungsformate eingesetzt und Netzwerke, Eigentümergemeinschaften sowie Bewohnerbeiräte aufgebaut. Eine gute Kenntnis der Verhältnisse im Quartier ist nötig, um das Spektrum der Möglichkeiten dem konkreten Bedarf anzupassen.

Wie es am besten gelingt, die umfangreichen Kenntnisse und Bedarfe der Bewohner*innen vor Ort in den Planungsprozess einzuspeisen, wird auch zukünftig immer wieder neu ausgelotet werden müssen. Neue Medien und Online-Partizipation bereichern dabei die vorhandene Bandbreite der Beteiligungsmöglichkeiten. Der oft langwierige Prozess bietet jedoch vor allem Chancen: für ein gutes Ergebnis und ein stärkeres Zusammenwachsen der Nachbarschaft.

Zahlen und Fakten

In den Jahren 2002 bis 2018 wurden verschiedene Beteiligungsformen im Stadtumbau angewandt. Dazu gehören beispielsweise

  • Informationsformate wie Stadtspaziergänge, Bürgerversammlungen, Broschüren und Internetseiten
  • Ideenwerkstätten, Workshops und Konferenzen für die direkte Mitwirkung an der Planung
  • Mitmach-Projekte bei der Umsetzung von Maßnahmen
  • Initiierung und Begleitung von Eigentümer- und Standortgemeinschaften und Quartiersbeiräten als Gremien zur kontinuierlichen Begleitung und Beratung des Stadtumbauprozesses

Themenblatt Beteiligung Download (PDF; 7,3 MB)

Stand: September 2018

Beispielhafte Beteiligungsprozesse

Rege Beteiligung herrschte bei der Planungsparty für den Jugendspielplatz 2016 in der Theodor-Brugsch-Straße in Buch. Ideen und Wünsche wurden direkt vor Ort diskutiert und dokumentiert.

Bericht zur Planungsparty

Projektporträt

Menschen sitzen in weitem Stuhlkreis, dazwischen auf dem Boden bunte Zettel

2017 wurden auf Rundgängen und in Workshops viele Ideen für die Freiflächen des Wohngebiets in Prenzlauer Berg zusammengetragen. 2014 war bereits eine umfangreiche Kinder- und Jugendbeteiligung mit Schulen und dem Jugendclub Dimi durchgeführt worden.

1. Workshop Freiflächenkonzept Thälmannpark

2. Workshop Freiflächenkonzept

Kinder- und Jugend-Workshop

 

Menschen an Tischtennisplatte im Freien, darüber Luftballons an Schnüren

Mit vielen Luftballons wurden zum Tag der Städtebauförderung 2018 Wünsche und Kritikpunkte für den Einsteinpark im Gebiet Greifswalder Straße gesammelt. Die Resonanz der Nachbarschaft war groß.

Bericht vom Tag der Städtebauförderung

Menschen über Tische mit Plänen gebeugt, die Mehrzahl trägt orangefarbene T-Shirts mit Logo

Der Bezirk Marzahn-Hellersdorf führte 2007 einer umfangreiche Bürgerbeteiligung zur Nachnutzung von Rückbauflächen durch. Die neuen Freiflächen wurden im Ergebnis für Multifunktionsboxen (Garagen/ Werkstätten) und Kunstwerke (Hirsche) genutzt. Das Projekt erhielt 2011 einen Sonderpreis vom Bund Deutscher Landschaftsarchitekten.

Projekt Rückbau

Projekt Freiflächengestaltung

Beim Beteiligungsprojekt „Chilling Dreams“ im Rahmen der IGA 2017 in Marzahn-Hellersdorf sind Objekte entstanden, die sich die Jugendlichen ausgedacht und mit Künstler*innen gebaut haben

Projektporträt

Menschen am Tisch mit Papieren

Auf den seit 2013 regelmäßig stattfindenden FAN-Konferenzen werden unter anderem die anstehenden Projekte besprochen. Mitglieder des FAN-Beirates sind Bewohner*innen und Stadtteilakteure.

Bericht von der 8. FAN-Konferenz (2016)

weitere FAN-Konferenzen

Das 2006 initiierte Unternehmernetzwerk in Neukölln hat viele Mitglieder aus einer großen Bandbreite der am Ort ansässigen Wirtschaftsunternehmen und wird regelmäßig zum Austausch genutzt.

Projektporträt

Großer Saal voll besetzt, Präsentation vorn

Rund 400 Anwohner*innen verfolgten 2015 mit großem Interesse die Informationsveranstaltung zum Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) Friedrichshain West.

Veranstaltungsbericht

Gebietsporträt

In der Bürgerwerkstatt im Charlottenburger Norden wurden 2016 Ideen zur Quartiersentwicklung eingebracht. Sie flossen in das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) ein.

Bericht von der Bürgerwerkstatt

Gebietsporträt

Zwei Mädchen, eine Frau stehen an Tisch mit Modellen aus Bastelmaterial

Bei der Schülerbeteiligung für die Neugestaltung der Schulhöfe des Campus im Spektefeld wurde 2007 engagiert an Modellen gearbeitet. Der Campus mit Oberschule und Grundschule ist ein wichtiger Bildungsstandort im Gebiet Spandau Falkenhagener Feld.

Projektporträt

Stand: März 2019

Fördergebiete & Projekte

Ansprechpartner

Pirch, Martina
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen
Tel: (030) 90139 4800
Hübscher, Hendrik
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen
Tel: (030) 90139 4860
Stüdemann, Heidemarie
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen
Tel: (030) 90139 4861
Lier, Karin
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen
Tel: (030) 90139 4862
Logo Europäische UnionLogo Bundesministerium des Innern, für Bau und HeimatLogo StädtebauförderungLogo Senatsverwaltung für Stadtentwicklung