Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

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Ein Rundgang durch die "Neue Mitte Tempelhof" am 16. Juni 2018 war Teil der Beteiligungsmaßnahmen der vorbereitenden Planungen für das neue Stadtumbaugebiet

Senat nimmt die „Neue Mitte Tempelhof“ als neues Stadtumbaugebiet in die Kulisse der Städtebauförderung auf

Unter anderem sind ein neues Kultur- und Bildungszentrum und 500 Wohnungen auf Landesflächen geplant
September 2018

Mit seinem Beschluss vom 25. September 2018 auf Vorlage der Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher, hat der Senat die “Neue Mitte Tempelhof” im Bezirk Tempelhof-Schöneberg als neues Stadtumbaugebiet festgelegt. Außerdem hat der Senat die Feststellung der „Neuen Mitte Tempelhof“ als Gebiet von außergewöhnlicher stadtpolitischer Bedeutung gemäß § 9 Absatz 1 Nummer 1 AGBauGB zur Kenntnis genommen. Für die „Neue Mitte Tempelhof“ steht damit eine umfangreiche Neuordnung von öffentlichen Gebäuden und Flächen an. Rund 32,5 Millionen Euro sollen aus Stadtumbaumitteln für die Aufwertung der sozialen und kulturellen Infrastruktur und die Ertüchtigung des öffentlichen Raums eingesetzt werden.

Senatorin Lompscher: „Berlin fördert den Stadtumbau in nunmehr 19 Quartieren, um die Lebens- und Arbeitsbedingungen in diesen Stadtteilen kontinuierlich zu verbessern. In Zeiten des anhaltenden Wachstums können die Bezirke die Förderung vor allem dafür nutzen, den Quartieren neue Entwicklungsimpulse zu geben. Angesichts der Bedeutung des Planungsvorhabens für die Stärkung des Ortsteilzentrums und durch die geplante Aktivierung von Wohnungsbaupotenzialen wurde die ‚Neue Mitte Tempelhof‘ zusätzlich in die Reihe der ‚Neuen Stadtquartiere‘ aufgenommen.“

Das Planungsgebiet rund um das Rathaus Tempelhof ist zentral gelegen, gut verkehrlich angebunden und zeichnet sich durch die Vielzahl an kulturellen und sozialen Funktionen und historischen Parklandschaften aus. Die öffentlichen Gebäude, wie die Bezirkszentralbibliothek, das Stadtbad, die Polizeidienststelle und das Rathaus Tempelhof selbst sowie die öffentlichen Freiräume östlich und westlich des Tempelhofer Damms, werden jedoch den steigenden Raum- und Nutzungsanforderungen angesichts der wachsenden Stadt nicht mehr gerecht.

Deshalb sieht das Entwicklungskonzept vor, das Gebiet städtebaulich umfänglich neu zu ordnen: Geplant ist, mit einem Kultur- und Bildungszentrum und einem neuen Erweiterungsgebäude für das Rathaus den Tempelhofer Damm als zentrale Einkaufs- und Hauptverbindungsstraße zu stärken. Im Zusammenspiel mit einem neuen Stadtplatz rund um das Rathaus entsteht durch die Neubauten insgesamt ein prägnantes Quartiers- und Bürgerzentrum mit überbezirklicher Strahlkraft. Auch das Stadtbad und die Polizeidienststelle erhalten neue Gebäude an der Götzstraße und machen damit Platz für ein Neubauviertel mit rund 500 Wohnungen auf ca. 2,8 Hektar landeseigener Flächen.

Das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg hat das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) „Neue Mitte Tempelhof“ am 3. Juli 2018 beschlossen. In ihm wurden die Entwicklungsziele für das Fördergebiet und die wichtigsten Maßnahmen für den Prozess der kommenden zehn bis zwölf Jahre formuliert. Als nächster Schritt soll im Dialog mit den Bewohnerinnen und Bewohnern und allen, die sich im Gebiet engagieren, die Vertiefung der genauen städtebaulichen Planungen erarbeitet werden.

Von: SenStadtWohn, Foto: Anka Stahl

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