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    Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Stadtumbau Ost und West

Aktuelles


Perspektive auf den zukünftigen Stadtplatz von © bgmr Landschaftsarchitekten
Blick auf den Gebäudekomplex heute
Das Konzept von © bgmr Landschaftsarchitekten soll realisiert werden: Schnitt mit dem den Stadtplatz überspannenden Deck
Lageplan des geplanten Stadtplatzes mit Zilleklub, Sporthalle, Hochhaus und Neubau © bgmr Landschaftsarchitekten
Blick auf den Wall und den als Parkplatz genutzten Hof. Hier soll der Stadtplatz entstehen
Der aktuelle Übergang in den Park

Zukunftsarchitektur in Moabit: Luftige Promenade über dem geplanten Stadtplatz an der Rathenower Straße

Der SportPark Poststadion erhält im Süden einen besonders repräsentativen Auftakt
März 2020

Der markante Block mit dem Zilleklub, Kiezküche und Kita ist ein wichtiger Anlaufpunkt in Moabit Ost. Die Flächen in dem Gebäudekomplex aus den 1970er-Jahren sind stark sanierungsbedürftig. Um mehr Platz für besondere Wohnformen und gemeinnützige Zwecke zu schaffen, errichtet die WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH ab 2022 dort einen Neubau. Rund 70 Mietwohnungen und 77 Wohnplätze in besonderen Wohnformen sind geplant, außerdem Beratungs- und Büroräume sozialer Träger, Räume für Kultur und die bestehende Moschee. 

Der zurzeit hinter einem Wall abgeschottet liegende Ort soll mit einem Stadtplatz besser in das Quartier eingebunden werden, auch der Übergang in den Fritz-Schloss-Park und den SportPark Poststadion wird verbessert und barrierefrei gestaltet. Angedacht ist, Stadtplatz und Parkzugang mit Mitteln des Programms Wachstum und nachhaltige Erneuerung (ehemals  Stadtumbau) zu finanzieren. Auch die Außenfläche des Zilleklubs, den der Bezirk Mitte ab 2021 saniert, soll aus diesem Programm neu gestaltet werden.

Drei Landschaftsarchitekturbüros waren im Rahmen eines Gutachterverfahrens um ein passendes Konzept gebeten worden. Bei der Akteurskonferenz im Oktober 2019 waren die ansässigen Nutzer*innen und alle Interessierten eingeladen, ihre Wünsche und Anregungen zu äußern. Auf einem Abschlusskolloquium am 5. März 2020 stellten die Büros Birgit Teichmann Landschaftsarchitekten, Glaßer und Dagenbach sowie bgmr Landschaftsarchitekten ihre Ideen der Öffentlichkeit vor. 

Moderator Karsten Scheffer vom Büro Jahn, Mack und Partner begrüßte dazu rund 40 Interessierte vor Ort im Veranstaltungssaal des Zilleklubs. Annett Hartmann von der WBM erläuterte kurz die Ziele des Projekts und den aktuellen Stand: Jugendklub, Grundschule und Kita bleiben erhalten, das sogenannte Hochhaus wird durch die gemeinnützigen Gesellschaft für StadtEntwicklung mbH (GSE gGmbH) instand gesetzt. Fast allen Nutzern des Flachbaus, der ab 2021 abgerissen wird, werden im Hochhaus neue Flächen angeboten. Durch den Teilabriss entsteht Platz für einen U-förmigen Neubau mit Öffnung zum Park, inklusive Moschee, Wohnungen und einer Erdgeschosszone mit Café. Das Café gehört wie die Kiezküche und der Jugendklub zu den Anrainern des geplanten Stadtplatzes, der zu einem lebendigen Treffpunkt und Eingangstor zum Park werden soll.

Die Vorschläge der Büros sehen jeweils einen barrierefreien Parkzugang, eine angemessene Beleuchtung, viel Grün und unversiegelte Bereiche vor. Die Ideen des Büros bgmr erweckten besonderes Interesse und erhielten bei der anschließenden informellen Punktevergabe durch das Publikum viel Zuspruch. Das Team schlägt vor, die Stützenkonstruktion des vorhandenen, erhöht liegenden "Decks" als Aussichtspromenade zu erhalten und lediglich den davor liegenden Erdwall abzutragen, der aktuell zu dunklen Angsträumen führt und den Blick auf den Park versperrt. Die entstehende  Brücke über dem Platz kann sowohl oben als auch unten bespielt werden; Landschaftsarchitektin Beatrix Mohren erwähnte in ihrer Präsentation am Deck befestigte Schaukeln und eine Rutsche als Abgang. Hinauf gelangt man über eine neue Freitreppe am Zilleklub, der barrierefreie Zugang zum "Deck" ist wie bisher über einen Durchgang im Hochhaus gesichert. Vom Stadtplatz planen die Landschaftsarchitekt*innen einen lang geschwungenen Weg mit leichter Steigung in den Park, der über Treppen abgekürzt werden kann. Auf dem Platz schaffen lange Kieztische und -bänke Platz für Gemeinschaft, unter dem "Deck" sind unter anderem Gräser als Bepflanzung vorgesehen. Der geplante Stadtplatz "Am Fritz" lädt die Nachbarschaft und die Institutionen ein, sich zu begegnen und über Märkte, Kiez-Essen, Kino am Hochhaus, beim Spielen oder über den Moschee-Besuch neue Kontakte zu knüpfen.

Das Gutachtergremium entschied sich am 6. März, die Vorschläge des Büros bgmr weiter zu verfolgen. Diese dienen als Grundlage für die Umsetzung durch einen von der WBM beauftragten Generalplaner. Im Frühjahr 2021 soll mit dem Teilrückbau der Gebäude begonnen werden, die Fertigstellung der Neubauten ist 2024 geplant. Dann können der Stadtplatz und der neue Parkzugang realisiert werden.

Von: Anka Stahl

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