Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Stadtumbau Ost und West

Aktuelles


In allen Räumen: maritime Farben und perfekte Wellen
Haben gut lachen: Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank, Geschäftsführerin und Bauherrin Heidemarie Depil und Baustadtrat Frank Bewig
Außen wartet der Hof noch auf die festen Spielgeräte
Mehrere Toberäume sollen zur Bewegung inspirieren
Dr. Sandra Obermeyer von der Senatsverwaltung f. Stadtentwicklung u. Wohnen lobt die Vernetzung in den Stadtteil

Falkenhagener Feld: Kiesteich-Surfer auf neuer Welle

Ein neuer Bewegungskindergarten eröffnete am Spekte-Grünzug
November 2019

Kaum 5 Minuten Fußweg sind es bis zum Großen Spektesee. Kein Wunder also, dass der „Kiesteich-Surfer-Song“, der von Haubentauchern, Wasserflöhen und Wasserfröschen im Spektesee handelt, täglich in der neuen Kita geträllert wird. Nicht nur die Betreiber, auch die Architekten ließen sich vom Wasser des Spektesees inspirieren. Der Bau mit 119 Plätzen weckt schon von weitem maritime Assoziationen: Die langlebigen HPL-Platten an der Fassade sehen aus wie Bootsplanken, der Eingang hat die Form eines großen Segels und an mehreren Stellen gibt es runde Bullaugen.

Drinnen ist am 27.11.2019, dem Tag der offiziellen Eröffnung, die neue Turnhalle rappelvoll und die erste Reihe prominent besetzt: Spandaus Bürgermeister Helmut Kleebank, Baustadtrat Frank Bewig und die Abteilungsleiterin der Abteilung IV der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, Dr. Sandra Obermeyer, sind über alle Maßen froh, dass dieses ca. 5,2 Mio. Euro teure Vorhaben wie geplant realisiert wurde. Und dies trotz aller Widrigkeiten, die ein Bau in einem Trinkwasserschutzgebiet, bei angespannter Marktlage und knappen Baukapazitäten mit sich bringt, wie es Heidemarie Depil, Geschäftsführerin des Bauherren und Kita-Trägers Casablanca gGmbH, in ihrer Begrüßung betont.

Auch für sie war es Neuland, ein Grundstück in Erbpacht zu erwerben, zu bebauen und zudem noch 40 Prozent der Baukosten, fast 2 Mio. Euro, aus Eigenmitteln zu stemmen. Ohne die Hilfe von Projektsteuerung, Architekten, Kitaleitung, Sponsoren, Stadtplanungsamt und vielen anderen wäre dieser Kraftakt wohl nicht leistbar gewesen. Im Saal wird häufig genickt, denn viele der Gäste haben Anteil daran, dass die kleinen Kiesteich-Surfer sich in den ersten sechs Wochen schon gut einleben konnten, wie es der kurze Imagefilm zeigt, den die Kitaleitung präsentiert.

Geschäftsführerin Depil, der Bürgermeister und der Baustadtrat bedanken sich bei den Beteiligten. Alle spüren, dass dieser Dank aus tiefstem Herzen kommt, denn Kitas sind rar – und gute sowieso. Die neue Einrichtung verfügt nicht nur über eine Sporthalle, sondern hat eine Bastelwerkstatt, ein Musikzimmer und mehrere Bewegungsräume, die sich mit Ruhe-Ecken zum Kuscheln abwechseln. Sogar ein Kinder-Restaurant wurde eingerichtet, in dem alle Kinder ab drei Jahren zusammen Mittag essen.

Frau Dr. Obermeyer wiederum ist froh, dass auch hier, wie bei den bisherigen Projekten im Stadtumbaugebiet, Geld in ein Areal geflossen ist, das es bitter nötig hat. Viele Kinder im Kiez haben einen erhöhten Förderbedarf, oft ist Bewegungsmangel ein Problem. Da sei es gut, dass sie hier einen geregelten Tag mit vielen Impulsen für Bewegung und Kreativität erleben können, so Obermeyer. Auch die Eltern benötigen Unterstützung. Dafür wären die regelmäßigen Sozialberatungen in der Eltern-Ecke (finanziert über das Programm Soziale Stadt) genau richtig.

Das Architektenpaar Stefanie und Jens Ruhe hat die Wünsche nach Öffnung in den Stadtteil baulich hervorragend umgesetzt. In den unteren Gruppenräumen lassen sich die großen Glastüren direkt zum Hof öffnen. Dort werden in den nächsten Wochen die Spielgeräte installiert, darunter die große Wippe, gesponsert von der Renate Günther Stiftung. Geplant ist, dass die Kinder auch auf den benachbarten Mehrgenerationenspielplatz gehen, um dort gemeinsam mit älteren Nachbarn fit für die „Kiesteich-Welle“ zu werden, so wie es sich für echte Kiesteich-Surfer gehört.

Von: B. Gericke / Redaktion Stadtumbau

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