Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Stadtumbau Ost und West

Aktuelles


Die letzte Straßenbahn zwischen Charlottenburg und Spandau (1967) © Reiner Demps/Deutsches Technikmusem

Mobilität im Berliner Nordwesten

„Charlie“ berichtet über Möglichkeiten zur Verkehrswende 2.0
November 2019

In Spandau und im Umfeld von Tegel werden in den nächsten Jahren viele Tausende Wohnungen entstehen – ebenso Schulen und Kindergärten. Und zudem möchten sich auf den Arealen von Siemens und dem Flughafen TXL viele Start-ups und Forschungseinrichtungen ansiedeln. Eine Frage, die alle Investitionsprojekte gleichermaßen berührt, ist die nach der Belastbarkeit der vorhandenen Verkehrstrassen.

Die Menschen, die in den Entwicklungsgebieten arbeiten oder wohnen werden, brauchen mehr Angebote als Busse, die im Stau stecken oder U-Bahnen, die ziemlich oft überfüllt sind. Spätestens wenn die A111 mit der Robert-Wissel-Brücke ab 2023/2024 erneuert wird, müssen Alternativen zum motorisierten Individualverkehr gefunden sein. Eine Verkehrswende 2.0 - hin zur Vielfalt, weg von Lärm, Staub und stetem Gerangel um freie Parkplätze ist dringend nötig. Viele Anwohner*innen in Charlottenburg-Nord empfinden die Zunahme des Auto- und Lieferverkehrs als große Belastung – nachvollziehbar, ist doch das Stadtumbaugebiet durchschnitten und umtost von Autobahnen (denen eine mindestens zehnjährige Grundsanierung bevorsteht). 

Die Stadtumbauzeitung „Charlie“ hat deshalb in ihrer Winterausgabe 2019/20 zurückgeschaut, wie sich in den 1960er- und 1970er-Jahren der Nordwesten zur autogerechten Stadt entwickelte. Zudem befragte die Redaktion Akteure, wie weit die Ideen für Straßenbahn, Siemensbahn, Elektromobilität und Fahrradschnellrouten gediehen sind. Die Jelbi-Station am Jakob-Kaiser-Platz bietet einen Ausblick darauf, wie sich ÖPNV und Individualverkehr sinnvoll verknüpfen lassen. Dort sind quasi alle Fahrzeugtypen mietbar - vom Rad bis zum Stadtauto. Ausprobieren lohnt sich allemal.

Die Eröffnung der Charlottenburger Jelbi-Station und die Freigabe des neuen U-Bahn-Ausgangs lässt die Betreuerinnen vom benachbarten Mädchenprojekt „Jackie“ hoffnungsvoll nach vorn schauen, denn nun kann die Planung des Spiel- und Bolzplatzes und der folgende Umbau mit Mitteln aus dem Programm Stadtumbau so richtig durchstarten. 280.000 Euro sind eingeplant, um die Sportfläche und die Spielgeräte auf den neuesten Stand zu bringen. Das ist auch bitter nötig, denn "Jackie" ist der einzige öffentliche Bolzplatz in der Paul-Hertz-Siedlung. 

Auch aus den anderen Projekten im Stadtumbaugebiet ist Neues zu berichten: vom Familienzentrum und energiesparenden Lampen im Volkspark Jungfernheide sowie von den Ideen zur Entwicklung des Gebietszentrums Halemweg. Lesen Sie mehr in der aktuellen Ausgabe und beantworten Sie unsere Leserumfrage zur Stadtteilzeitung aus dem Charlottenburger Norden.
Download der Ausgabe 6 (9 MB)

Von: B. Gericke / Redaktion Stadtumbau

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