Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Stadtumbau Ost und West

Aktuelles


Das Stasimuseum auf dem Gelände des künftigen Campus für Demokratie

Der Wandel der Stasi-Zentrale zum Campus für Demokratie

8.11.: 4. Standortkonferenz zur Entwicklung des Areals der ehemaligen Stasi-Zentrale in Lichtenberg
November 2019

Vor 30 Jahren brachte die friedliche Revolution die Mauer zu Fall. Ein historischer Schauplatz dieser Zeit ist das Areal des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit in Berlin-Lichtenberg. Der Standort wird seit Sommer 2018 unter der Federführung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen aktiv zu einem Campus für Demokratie entwickelt.

Am 8. November 2019 findet die 4. Standortkonferenz zur Entwicklung des Areals der ehemaligen Stasi-Zentrale in Berlin-Lichtenberg statt. Die Veranstaltung ist in die berlinweite Veranstaltungsreihe „30 Jahre Friedliche Revolution / Mauerfall“ eingebettet, die durch die Kulturprojekte GmbH durchgeführt wird.

Der Bürgermeister des Bezirkes Lichtenberg, Michael Grunst, und die Vertreterin der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, Maria Bering, werden die Standortkonferenz eröffnen. Zur Einordnung des Standortes in die internationale Erinnerungs- und Gedenklandschaft blicken Basil Kerski, Leiter des Europäischen Solidarność-Zentrum Gdansk, und Kari Lämsä, Service Manager der Helsinki City Library Oodi, auf die gesellschaftliche, planerische und städtebauliche Genese ihrer – für die demokratische Bildung und Aufklärung – renommierten und ausgezeichneten Orte in Europa.

Das sich anschließende Podium fragt nach den Perspektiven des geplanten Campus für Demokratie in Berlin im politischen und öffentlichen Diskurs und zieht Schlussfolgerungen aus den vorgestellten Projekten für die weitere städtebauliche und funktionale Entwicklung des Campus. Auf dem Podium sitzen Katrin Lompscher, Senatorin Stadtentwicklung und Wohnen, Dr. Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa, Lutz Henke, visit Berlin, der Architekt und Stadtplaner Dr. Robert Kaltenbrunner und die Schriftstellerin Luise Meier.

4. Standortkonferenz Campus der Demokratie 

Freitag, 8. November 2019
17 bis 20 Uhr

Finanzamt für Körperschaften II
Großer Saal im Innenhof
Magdalenenstraße 25
10365 Berlin

Das Europäische Solidarność-Zentrum Gdansk

versteht sich als Gedenkort, der zugleich mit Ausstellungsräumen, dem Zentralarchiv, der Multimedia-Bibliothek sowie Tagungs- und Kongressräumen eine multifunktionale Forschungs- und Bildungseinrichtung ist. Im gegenwärtigen politischen Raum der Republik Polen hat die Einrichtung keinen leichten Stand. Im stadträumlichen Umfeld der ehemaligen Lenin-Werft besitzt das Solidarność-Zentrum jedoch ein ikonografisches Gewicht. Im Zusammenhang mit der weiteren Entwicklung des Campus für Demokratie liegt der Fokus der Keynote von Basil Kerski  auf der inhaltlichen Konzeptionierung des Zentrums – dem Aufzeigen der Entwicklung und Umsetzung des Vorhabens im Kontext von politischen Absichten, Setzungen und Widerständen sowie dem Zusammenwirken der beteiligten Akteure. Das Solidarność-Zentrum ist ein geeignetes Beispiel eines modernen Gedenkorts, der retrospektive Informationsvermittlung mit zeitgemäßen Formen politischer Bildung verbindet.

Oodi-Bibliothek

Kari Lämsä beleuchtet in seiner Keynote (in englischer Sprache) den Anspruch der Oodi-Bibliothek, über der eigentlichen Aufgabe als Bibliothek, ein Ort der Kommunikation, der Kreativität und des demokratischen Austauschs zu werden. Das Gebäude ist Resultat eines intensiven partizipatorischen Prozesses mit der Bürgerschaft Helsinkis – also Ergebnis einer demokratischen Willensbildung. Auch hier handelt es sich um einen erfolgreichen demokratisch entwickelten und verfassten Ort, der beispielhaft für die Gestaltung auf dem Campus für Demokratie stehen kann.

Mehr zur Standortentwicklung Campus für Demokratie

Von: SenStadtWohn, Foto: Planergemeinschaft für Stadt und Raum eG

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