Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Stadtumbau Ost und West

Aktuelles


Stadtrat Machulik, Senatorin Lompscher, der Regierende Bürgermeister Müller, Bezirksbürgermeister Kleebank, Senatorin Scheeres, Stadtrat Bewig und Pfarrer Dierks auf dem Quartiersplatz Westerwaldstraße (v. links)
Die schwarze Wand an der Westerwaldstraße soll für das geplante Stadtteilzentrum zu einer gläsernen Fassade werden
Besichtigung des Innenraums. Hier sollen einmal Kitakinder spielen
Das Siegermodell von ff-Architekten für den Umbau der Zufluchtskirche

Der Regierende Bürgermeister Müller, Senatorin Lompscher und Senatorin Scheeres informierten sich über Stadtumbauprojekte im Falkenhagener Feld

Kirche am Quartiersplatz Westerwaldstraße soll zu Kita und Stadtteilzentrum umgebaut werden
Mai 2019

Der Berliner Senat hielt seine Sitzung am 28. Mai 2019 in Spandau ab. Nach Neukölln und Pankow war dies der dritte Bezirk, den die Landesregierung besuchte. Nach der regulären Senatssitzung im Rathaus Spandau und einem Gespräch über Konzepte und Problemlagen des Bezirks mit Bezirksbürgermeister Kleebank und dem gesamten Bezirksamt besuchten der Regierende Bürgermeister Michael Müller, die Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher, und die Senatorin für Jugend, Bildung und Familie, Sandra Scheeres, ausgewählte Stationen im Bezirk, darunter den Quartiersplatz Westerwaldstraße im Stadtumbau-Gebiet Falkenhagener Feld. Begleitet wurden sie von Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank sowie den Bezirksstadträten Gerhard Hanke, Stephan Machulik und Frank Bewig.

Die Stadtumbau-Förderung hat in dem sozial schwachen Quartier Entscheidendes für das Zusammenleben der verschiedenen Generationen und Kulturen und besonders für die Bildungsförderung bewirkt. Rund um die Westerwaldstraße gruppieren sich viele wichtige Einrichtungen der sozialen und Bildungsinfrastruktur, z. B. die neue Stadtteilbibliothek, das Klubhaus, das Beratungshaus für Soziale Dienste und die Siegerland-Grundschule, allesamt seit 2006 mit Stadtumbaumitteln des Landes, des Bundes und der EU gefördert. Der Quartiersplatz selbst gehört ebenfalls zu den erfolgreichen Schlüsselprojekten im Gebiet. Nun soll das Gebäude-Ensemble der Zufluchtskirche als zentrales städtebauliches Element am Platz zu einer Kita und einem Stadtteilzentrum umgebaut werden. Pfarrer Karsten Dierks erläuterte den Mitgliedern des Senats die Pläne der evangelischen Zufluchts- und Jeremia-Gemeinde zur Verlagerung und Konzentration der kirchlichen und der sozialen Aufgaben:

Die bestehende Kita am Standort der Jeremia-Kirche wird beginnend in diesem Jahr mit einer Förderung aus dem Stadtumbauprogramm auf 130 Plätze ausgebaut. Die Zufluchtskirche dient während der Bauzeit als Ausweich-Standort. Nach der Fertigstellung soll diese dann komplett saniert und umgebaut werden. Das stadtbildprägende Gebäude kann so erhalten werden und bringt mit dem geplanten Stadtteilzentrum und der Kita mehr urbanes Leben in das Quartierszentrum. Dazu trägt auch die geplante gläserne Fassade des Stadtteilzentrums bei, wie Architektin Katharina Feldhusen von den ff-Architekten den Gästen erläutert. In den beeindruckenden Kirchenraum in Form eines Zeltes wird für die Kitanutzung eine Zwischenebene eingezogen. Die Mitte bleibt jedoch frei und die besondere Gestalt des Gebäudes nach wie vor erlebbar.

Noch sind letzte Fragen der Finanzierung zu klären, doch Bezirksamt und Gemeinde sind optimistisch, das dies bald gelingt. Der Besuch in der Zufluchtskirche war intensiv, sodass zu wenig Zeit für den Besuch der anderen Projekte vor Ort blieb. Sie laufen bereits und stärken das Zusammenleben im Quartier. Stadtteilzentrum und Kita brauchen noch Unterstützung auf diesem Weg.

Von: Anka Stahl