Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Stadtumbau Ost und West

Aktuelles


Gemeinsam aktiv für die Neue Mitte Tempelhof: Gebietsbeauftragte Heike Pfeiffer (S.T.E.R.N.) Staatssekretär Sebastian Scheel, Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, Stadtrat Jörn Oltmann und Stadträtin Jutta Kaddatz (von links)
Blick vom Rathaus zur Götzstraße. Anstelle des Stadtbades sollen dort Wohnungen entstehen. Das Stadtbad erhält einen Neubau
Die 5 Schritte der sogenannten "Rochade"
Auf dem Parkplatzgelände am Tempelhofer Damm soll ein Kultur- und Bildungshaus entstehen. Dort wird auch die Bibliothek angesiedelt
Übersichtsplan der „Neuen Mitte Tempelhof“ mit allen Projekten

Die "Neue Mitte" soll in Tempelhof sprichwörtlich werden

Geschaffen werden bezahlbarer Wohnraum und neue Gebäude für Freizeit, Kultur, Bildung und Verwaltung
Januar 2019

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen und das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg haben auf einer Veranstaltung am 22. Januar 2019 gemeinsam den Startschuss für das Stadtumbaugebiet "Neue Mitte Tempelhof" gegeben: Neben einem neuen Kultur- und Bildungshaus am Tempelhofer Damm, der Erweiterung des Rathauses Tempelhof sowie dem Neubau der in die Jahre gekommenen Polizeidienststelle und des Stadtbades sind auf landeseigenen Flächen rund 500 neue Wohnungen geplant.

„Mit der ‚Neuen Mitte Tempelhof‘ schaffen wir ein starkes kulturelles und soziales Zentrum für Tempelhof und gleichzeitig zusätzlichen bezahlbaren Wohnraum in einer gewachsenen Nachbarschaft“, erläuterte Sebastian Scheel, Staatssekretär für Wohnen. Flankierend werden unter anderem die Bildungs-, Kinderbetreuungs- und Freizeitangebote im Quartier ausgebaut, Parks und Grünflächen saniert, historische Bezüge in der alten Ortsmitte wiederhergestellt und die Wegeverbindungen für Fußgänger und Radfahrer verbessert. Insgesamt sollen 20 Projekte realisiert werden, die fünf Kernthemen zugeordnet sind.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler sagte, es komme darauf an, sich nun mit den Partnern vor Ort zeitnah über die konkreten Umsetzungsschritte zu verständigen und die Planungen weiter voranzutreiben. Für diese Aufgabe hat das Bezirksamt das Berliner Planungsbüro S.T.E.R.N. – Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung mbH – beauftragt. Für zunächst zwei Jahre wird das Team in der Rolle des Gebietsbeauftragten die Koordination der Planungsbeteiligten, die Vernetzung der Akteure vor Ort und das Fördermittelmanagement übernehmen. 

„Das Gesamtprojekt ist auf zehn bis zwölf Jahre angelegt und in der Realisierung mit seinen vielen untereinander abhängigen Einzelbausteinen besonders anspruchsvoll“, so Bezirksstadtrat Jörn Oltmann, Leiter der Abteilung Stadtentwicklung und Bauen. Sobald es bei einer Planung stocke, wenn beispielsweise das Stadtbad nicht rechtzeitig an seinen neuen Standort umziehen könne, habe dies automatisch auch Verzögerungen für andere Projekte wie den Wohnungsbau zur Folge. 

Mitwirkung ausdrücklich erwünscht

Senatsverwaltung, Bezirksamt und die Mitarbeiterinnen von S.T.E.R.N. haben vor, in den nächsten Monaten zunächst vertiefende Gespräche mit allen unmittelbar von den Planungen berührten Eigentümern, Mietern und Pächtern zu führen. Erklärtes Ziel ist es, möglichst viele Akteure partnerschaftlich in die weitere Entwicklung einzubinden. 

Im Frühsommer 2019 soll ein mehrmonatiges Werkstattverfahren starten, in dem mehrere Architektur-, Stadtplanungs- und Landschaftsplanungsbüros im kooperativen Wettbewerb nach den besten Lösungen für die städtebauliche Neugestaltung der Neuen Mitte Tempelhof suchen werden. In diesem Rahmen haben die Bürgerinnen und Bürger erneut die Möglichkeit, sich einzubringen und die Planungen aus ihrer Sicht zu bewerten.

Projektleiterin Heike Pfeiffer von S.T.E.R.N. betonte: „Die Beteiligung der Anwohnerinnen und Anwohner und Akteure vor Ort ist enorm wichtig, um zu guten Planungskonzepten zu kommen. Neben den Eigentümern und Händlern am Tempelhofer Damm wollen wir auch die Nutzer der sozialen Einrichtungen und die im Rathaus und umliegenden Büros beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einbeziehen.“

Ausstellung und Broschüre informieren

Über die Planungsziele für die „Neuen Mitte Tempelhof“ können sich alle Bürgerinnen und Bürger ab sofort in einer Ausstellung im Foyer der Bezirkszentralbibliothek im Eva-Maria-Buch-Haus, Götzstraße 8-12, informieren. Noch mehr Informationen liefert die Broschüre „Stadt weiterbauen: Neue Mitte Tempelhof gestalten“, die in der Bibliothek sowie in den Rathäusern Tempelhof und Schöneberg ausliegt und hier zum Download bereitsteht.

Download Broschüre "Stadt weiterbauen. Neue Mitte Tempelhof gestalten" (PDF; 5,9 MB)

Informationsflyer zu den 5 Kernthemen, 20 Projekten und zum weiteren Prozess (PDF; 1 MB)

Von: Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Grafik 1: ff-Architekten PartG mbB mit Andreas Schwarz Architekt, Bearbeitung: super cetera, Luftbild: Dirk Laubner; Grafik 2: super cetera, Fotos: Anka Stahl

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