Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Stadtumbau Ost und West

Aktuelles


Stadtplan - einmal anders
Markus Tegeler moderiert und erklärt die Vorhaben am Rathauspark
Nachfragen aus dem Publikum und aufmerksames Zuhören: Birgit Monteiro und Johann Klaus vom Bezirksamt sowie Jürgen Hofmann (r.), FAN-Beirat
Interessierte Öffentlichkeit in der frisch sanierten Kiezsporthalle
Moritz Mechtel von STATTBAU berichtet über den Fortgang der Arbeiten am Schulcampus Hagenstraße
Dirk Meier ist beauftragt, den Campus Demokratie voranzutreiben
Immer ein Auftritt mit Herzblut: Jürgen Hofmann vom FAN-Beirat
Bezirksstadträtin Birgit Monteiro blickt optimistisch ins Jahr 2019

FAN: Anschauliche Stadtplanung im Maßstab 1:200

Die 12. FAN-Konferenz am 29. November informierte über Bauvorhaben der kommenden Jahre
Dezember 2018

Schon beim Betreten des Veranstaltungsortes, der Kiezsporthalle Hagenstraße, wurde klar: Es wird noch etliche Baustellen geben im Gebiet Frankfurter Allee Nord. Der Gebietsbeauftragte Markus Tegeler und seine Kollegen vom Büro Stattbau hatten den Stadtteil zwischen Möllendorf-, Rutnikstraße und Frankfurter Allee auf eine riesige Plane von 12 mal 6 Metern gedruckt und diese auf den Boden der 2017 mit Stadtumbaumitteln sanierten Halle gelegt. An den geplanten Baustellen standen Baukegel mit einem Fähnchen für das entsprechende Vorhaben. Für die etwa 40 Gäste der 12. FAN-Konferenz war diese gelungene visuelle Präsentation ein echter Hingucker. 

Den Anfang machte Markus Tegeler. Auf dem begehbaren Stadtplan wanderte er von Baustelle zu Baustelle und stellte die jeweiligen mit der Umsetzung beauftragten Fachleute vor. Diese erläuterten anschließend die Details und beantworteten Fragen.

Ein Begriff, der an diesem Abend häufig fiel, war Kita. Gleich drei Kegel markierten diesen Schwerpunkt der zukünftigen Vorhaben im Gebiet. Kein Wunder, fehlen doch trotz der umfangreichen Sanierungen und Umbauten in den letzten Jahren immer noch 700 Kindergartenplätze. In der Rusche-, der Gotlinde- und in der Gudrunstraße sollen deshalb in den nächsten drei bis vier Jahren neue Kitas entstehen. Alle Neubauten werden nach energetischen und ökologischen Gesichtspunkten geplant, so Markus Tegeler.

Hinzu kommt die Umgestaltung von drei Grünanlagen. Am weitesten fortgeschritten sei man beim Rathauspark. Dieser soll ab dem Frühjahr 2019 mit Mitteln aus dem Programm Stadtumbau neu gestaltet werden. Neben der Sanierung der Gedenkstätte „Blutmauer“ werden zwei Spielplätze nach Ideen von Kindern neu gebaut, Pflanzflächen erneuert, barrierefreie Wege angelegt und Bäume gepflanzt. Auch der benachbarte Stefan-Heym-Platz erhält nach Übergabe der neuen Wohnblocks durch die Howoge ein modernes Gesicht und wird später als Grünes Tor zum Kiez fungieren.

Einige Schritte weiter ist geplant, den ehemaligen Urnenfriedhof in einen „ruhigen Kiezpark“ umzugestalten, so Florian Rüster, der im Rahmen seiner Masterarbeit am Konzept arbeitet. Die Wünsche der Nachbarn sind hier eindeutig: Sie wollen, dass sich die Ergebnisse aus dem vor zwei Jahren gestarteten Beteiligungsverfahren in dem Entwurf wiederfinden. Gerade in der Nähe der lauten, stark befahrenen Frankfurter Allee sei es wichtig, dieses Biotop mit seiner Vielfalt an Fauna und Flora zu erhalten.

Der einstmals als Repräsentationsfläche angelegte Roedeliusplatz soll dagegen wieder mehr als solcher wahrgenommen werden und ein verkehrsberuhigtes, barrierearmes Umfeld erhalten. Geplant ist, mehr Platz für Fahrräder und Fußgänger zu schaffen und die Grünflächen zu erweitern, so Heinz Tibbe von der Gruppe Planwerk. Ruhige Flächen werden sich mit Begegnungsräumen abwechseln und so dem Engagement der aktiven koptischen Gemeinde hier mehr Raum geben. Die im November 2017 im Holzhaus präsentierten Entwürfe werden nun zügig umgesetzt. 2020 soll alles fertig sein.

Diskussionsbedarf hingegen besteht weiterhin beim Thema des Geländes der ehemaligen Stasi-Zentrale. Dirk Maier von der Planergemeinschaft, seit August 2018 mit dem Standort-Management beauftragt, machte deutlich, wie schwierig die Lage dort wegen der unterschiedlichen Eigentümer, Interessen und Bedürfnisse ist. Dennoch gibt es den einhelligen Wunsch, das schlechte Image dieses Areals durch einen Neuanfang zu überwinden. Auf dem künftigen „Campus für Demokratie“ soll deshalb in punkto Verkehr, Beleuchtung und Beschilderung schnell etwas geschehen. Dirk Maier lud die Anwesenden zur 3. Standortkonferenz am 4. März 2019 (17 bis 20 Uhr) ein.

Zum Ende der Dialog-Phase ergriff Jürgen Hofmann als Vorsitzender des FAN-Beirates das Wort und berichtete über den Stand der Rettung des Hubertus-Bades. Ohne das engagierte Auftreten des Beirats hätten die seit einigen Wochen laufenden ersten Sicherungsmaßnahmen am Dach und der Fassade noch nicht begonnen. Das Bedauern über den Verfall eines der schönsten Bäder Berlins teilen alle im Saal und hoffen auf die angekündigte Phase der Zwischennutzung. Jürgen Hofmann nutzte die Chance, neue Mitglieder für den ehrenamtlichen FAN-Beirat zu werben – und für die Teilnahme an der nächsten FAN-Konferenz am 27. März 2019 zum Thema Mobilität.

Birgit Monteiro, Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung, Soziales, Wirtschaft und Arbeit erläuterte in ihrem Schlusswort, was sie sich für 2019 vorgenommen hat: die Beschleunigung der vorgestellten Bauvorhaben sowie die Planung eines Leitsystems für den Kiez. Ferner steht die Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) auf der Agenda. Birgit Monteiro freute sich über die sachliche Diskussionskultur zwischen Verwaltung und Bürgerschaft in Lichtenberg. Die 12. FAN-Konferenz war ein beredter Beweis für diese Feststellung.

Von: Bianka Gericke / Redaktion Stadtumbau

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