Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Stadtumbau Ost und West

Aktuelles


Tina K. vom Verein "I am Jonny"
Bezirksstadtrat Frank Bewig freute sich über das große Engagement
Die Jugendlichen berieten über Sportangebote und Treffpunkte im Park
Zurzeit gibt es im Park kaum attraktive Treffpunkte

Großes Engagement für den zukünftigen Jonny-K.-Aktivpark an der Heerstraße Nord

Die Gestaltung des Parks soll Barrieren abbauen und Gemeinsinn fördern
Oktober 2018

Am Rande der Großwohnsiedlung Heerstraße Nord liegt der Egelpfuhlpark. In der Nähe wuchs Jonny K. auf, ein junger Mann, der zu einer Symbolfigur wurde, weil er in Berlin Mitte durch Jugendgewalt starb. Seine Schwester Tina setzt sich mit dem von ihr gegründeten Verein "I am Jonny e. V." seitdem für ein friedliches Miteinander in den Berliner Kiezen ein, auch und gerade in ihrem Heimatquartier an der Heerstraße.

Das gemeinsame Gestalten und Pflegen des Egelpfuhlparks soll dazu beitragen. Dafür haben Tina K. und der Verein die Unterstützung des Bezirksamtes und vieler anderer Initiativen und Personen. Viele von ihnen kamen am 18. Oktober 2018 in die Mensa der Carlo-Schmid-Oberschule, um über die Neugestaltung des Parks zu beraten. Dabei waren auch die Stadtumbau-Verantwortlichen des Senats, Mitarbeiter*innen des Bezirksamts und des Gebietsmanagements von Jahn, Mack und Partner und besonders viele Jugendliche.

Der Workshop war eine von vielen Beteiligungsveranstaltungen, die das Bezirksamt gemeinsam mit dem Stadtumbau-Management und den Landschaftsarchitektinnen des Büros bgmr organisiert. Bgmr erarbeitet bis Ende 2018 eine Machbarkeitsstudie zur behutsamen Umgestaltung und Aufwertung des Parks, finanziert mit Stadtumbaumitteln. Der u.a. für Stadtentwicklung sowie Straßen und Grünflächen zuständige Bezirksstadtrat Frank Bewig ermunterte die rund 30 Teilnehmenden zu Beginn der Veranstaltung, sich weiterhin zu engagieren und einzubringen, auch wenn der Weg bis zur Fertigstellung noch lang ist. Danach stellte Friedrike Lichtenthal von bgmr den aktuellen Planungsstand vor.

Grundlage aller Planungen ist ein Leitbild aus sieben Bausteinen für den zukünftigen Aktivpark:

  • ein Park für alle
  • ein Park, der verschiedene Quartiere besser verknüpft
  • ein Park mit sozialer Verankerung durch aktive Streetworker
  • ein Park, dessen Gelände erlebbar ist
  • ein Park mit Zonen für aktive und ruhige Erholung
  • ein Park, der das unmittelbare Erleben der Natur ermöglicht
  • ein gepflegter Park

Das bisher vorliegende Konzept beinhaltet aktive Inseln für Tennis, Kraftsport, Fitness, Fußball und andere Nutzungen an einem neuen "Aktivweg" an der Ostseite des Parks sowie Gartenfelder am bestehenden "Bergweg" an der Westseite, wo durch mögliche gemeinsame Arbeit an den Hochbeeten Kontakte zwischen Anwohner*innen, der Oberschule und den Kleingärtner*innen gefördert werden sollen.

Für das Hochplateau ist eine Kunstbühne geplant. Es könnte außerdem mit einer künstlichen Aufschüttung als "Bergspitze" erhöht werden, um einen besonderen Treffpunkt zu schaffen. In dem stark zugewachsenen Wäldchen ist nach Ideen der Jugendlichen ein "Kunstdschungel" angedacht. Zudem sollen der Spielplatz aufgewertet und die Holzbrücke über den Egelpfuhlgraben saniert werden. Wichtig ist, die Eingänge besser sichtbar zu machen, Wege barrierefrei zu gestalten und Sichtbeziehungen wiederherzustellen. Vorgesehen sind auch die Beleuchtung der Wege und ein Blindenleitsystem. Auf der Wunschliste steht zudem ein Café mit Verleihstation sowie Räumen zum Feiern und für verschiedene Kurse.

Nach der Präsentation bildeten sich verschiedene Arbeitsgruppen und berieten über geplante Sportangebote, die Infrastruktur, Angebote zum Gärtnern, Kunst und Kultur sowie die Betreuung und Pflege des Parks. Kristina Nauditt und Gerd Wermerskirch vom Argo-Team, die den Workshop moderierten, notierten zu jedem Thema ein bis zwei Ansprechpartner*innen für die weitere Vertiefung der Planung. Sie und viele andere, darunter der Kinder- und Jugend-Verein Stakkato, der Quartiersrat und der Gemeinwesenverein Heerstraße Nord, werden das Projekt weiterhin begleiten, auch wenn es mindestens noch vier Jahre dauert, bis der neue Park fertig ist. Selbst wenn nicht alle Wünsche in Erfüllung gehen: Schon das Reden darüber schafft Zusammenhalt.

Download Fotodokumentation der Veranstaltung (PDF; 1,9 MB)

Download Präsentation (PDF; 14,7 MB)

Weitere Informationen zum Projekt Machbarkeitsstudie Egelpfuhlpark (Jonny-K.-Aktivpark)

Von: Anka Stahl

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