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2. Standortkonferenz beriet über Entwicklung des Campus für Demokratie

Standortmanagement soll die Entwicklung voranbringen
September 2018

Das ehemaligen Gelände des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR an der Normannenstraße in Lichtenberg wird zu einem Campus für Demokratie weiterentwickelt. Im Rahmen der 2. Standortkonferenz auf Einladung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen am 24. September 2018 stellte sich das neu etablierte Standortmanagement, mit dem die Planergemeinschaft für Stadt und Raum eG beauftragt wurde, erstmals vor. Zahlreiche Nutzer sowie öffentliche und private Eigentümer waren der Einladung gefolgt, um über die Zukunft des Areals zu diskutieren.

Trotz Öffnung aller Absperrungen hat sich an der Gesamtsituation des Blockes zwischen Frankfurter Allee und Normannenstraße fast 30 Jahre nach dem Mauerfall nur wenig geändert; das Gelände wirkt immer noch abgeschirmt von der Nachbarschaft. Die Bauten an der Frankfurter Allee und Ruschestraße stehen leer. Das Haus 18, der Kultur- und Versorgungstrakt der MfS-Mitarbeiter, ist sogar in einem baulich kritischen Zustand.

Mit dem 2012 vom Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes, Roland Jahn, vorgelegten Konzept, auf dem ehemaligen Ministeriumsstandort einen „Campus für Demokratie“ als Lernort zu schaffen, wurde erstmalig eine übergreifende Idee für diesen für die deutsche Geschichte bedeutsamen Ort entwickelt. Der Senat hat den Gedanken aufgegriffen und im Herbst 2017 zur 1. Standortkonferenz alle wichtigen öffentlichen Akteure auf dem Gelände an einen Tisch gebracht (wir berichteten).
 
Für die 2. Standortkonferenz am 24. September 2018 wurde der Kreis der Beteiligten erheblich erweitert. Alle öffentlichen Institutionen sowie öffentliche und private Nutzer und Eigentümer erörterten Ziele und Entwicklungsabsichten auf den verschiedenen Grundstücken. Ideen für die Schärfung des Leitbilds „Campus für Demokratie“ wurden ausgetauscht und bereits vorhandene planerischen Absichten vorgestellt. So will zum Beispiel das Stasimuseum als Archiv- und Forschungsstandort zur DDR-Geschichte seine Dauerausstellung erheblich ausbauen. Einig waren sich die Anwesenden auch darüber, dass private Entwicklungsabsichten ermöglicht werden sollen, diese sich aber in das Gesamtkonzept einfügen müssen.

Senatorin Katrin Lompscher sagte zu unmittelbar anstehenden Vorhaben: „Die 2. Standortkonferenz hat gezeigt, dass Nutzer, Institutionen, Eigentümer und Verwaltungen konstruktiv und  ergebnisorientiert Ideen und Entwicklungschancen diskutieren. Mit dem Standortmanagement besteht jetzt die Voraussetzung, die Leitidee „Campus für Demokratie“ aktiv anzugehen, Vorhaben zu initiieren, zu koordinieren und umzusetzen. Das ehemalige Casino wird demnächst als Veranstaltungsort hergerichtet. Den Ausbau des Archiv- und Forschungsschwerpunktes sowie die Schaffung von Arbeitsräumen für Künstlerinnen und Künstler gilt es voranzubringen. Auch eine besseren Erschließung und Durchwegung muss in naher Zukunft erfolgen.“

Als nächste Schritte wird das Standortmanagement bilaterale Gespräche mit den Beteiligten führen und der Fach- sowie der Projektbeirat die Arbeit aufnehmen. Mitte Januar 2019 wird eine 3. Standortkonferenz öffentlich tagen, um den Arbeitsstand vorzustellen und weitere Entwicklungsschritte zu beraten.

Nach einer europaweiten Ausschreibung wurde die Planergemeinschaft für Stadt und Raum eG mit der Durchführung des Standortmanagements beauftragt. Das vierköpfige Team um den erfahrenen Stadtplaner Udo Dittfurth arbeitet bereits seit dem 15. August 2018. Das Standortmanagement wird ab Oktober auch vor Ort präsent sein und ein Büro im Haus 7 beziehen.

Zu erreichen ist das Standortmanagement unter der Telefonnummer 885914-37 oder per E-Mail standortmanagement-campus[at]planergemeinschaft[.]de.

Von: SenStadtWohn, Foto: Bianka Gericke

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