Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Stadtumbau Ost und West

Aktuelles


Viele Gäste kamen, um sich über den Umbau zu informieren
Bezirksbürgermeister Balzer, Bischof Dröge, Gemeindekirchenrats-Vorsitzende Strelow, Staatssekretär Scheel und Architekt Leuttner (von links) beim symbolischen Spatenstich

Das Graue Haus im Märkischen Viertel wird noch bunter

Durch Umbau und Sanierung entstehen neue Räume für Begegnung von Alteingesessenen und Zugezogenen
September 2018

Das "Graue Haus" im Zentrum des Märkischen Viertels wurde wahrscheinlich noch nie seinem Namen gerecht. Die ev. Apostel-Petrus-Gemeinde nutzte es als offenen Ort für Begegnungen, im Fair Kauf Laden lockte ein buntes Angebot. Doch ohne Frage ist das Gebäude sanierungsbedürftig und die Gemeinde braucht größere Räume für ihre engagierte Integrationsarbeit. Das Gebäude wird deshalb energetisch saniert und mit einem Anbau zum Integrations- und Familienzentrum erweitert. Insgesamt 1,5 Millionen Euro werden aus dem Förderprogramm Stadtumbau dafür bereitgestellt. Darin enthalten sind auch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Die Kirchengemeinde beteiligt sich mit etwa 10 Prozent Eigenmitteln.

Am 11. September 2018 besiegelten der Renickendorfer Bezirksbürgermeister Frank Balzer, der Evangelische Landesbischof Dr. Markus Dröge, der Berliner Staatssekretär für Wohnen, Sebastian Scheel, die Vorsitzende des Gemeindekirchenrates Ute Strelow und der Architekt Fabian Leuttner den Baubeginn am "Grauen Haus" mit einem symbolischen ersten Spatenstich.

Durch die geplante Erweiterung wird Platz geschaffen für zusätzliche Angebote für die alten und neuen Bewohnerinnen und Bewohner des MV. Denn die Gemeinde koordiniert die Aktivitäten im Rahmen des Programms BENN - „Berlin Entwickelt Neue Nachbarschaften“ (Weitere Informationen zum Programm BENN). Am Senftenberger Ring ganz in der Nähe soll bald eine Modulare Unterkunft für Geflüchtete eröffnet werden. Das BENN-Büro ist schon jetzt aktiv und wird in gut einem Jahr Räume in dem fertig sanierten und erweiterten Gebäude der Apostel-Petrus-Gemeinde beziehen und dort viele Gelegenheiten zum gegenseitigen Kennenlernen bieten, so der Leiter des BENN-Teams Felix Wolf.

Ute Strelow freut sich besonders über die große Glasfront für Café und Laden, mit der sich das „Graue Haus“ in Richtung Wilhelmsruher Damm nach der Sanierung viel offener und einladender zeigen wird. Das neue, großzügige Foyer wird diesen Eindruck noch verstärken. Weiterhin ist geplant, den Kirchsaal zu einem großzügigen Mehrzweckraum umzugestalten, neue Jugendräume und eine offene Küche einzurichten.

Nach den Reden, in denen die Erfolge des Stadtumbaus im Gebiet und die gute Zusammenarbeit betont wurden, konnten sich die zahlreichen Gäste aus der Gemeinde, Politik, Verwaltung und von der Baustelle über die konkreten Baupläne, die Aktivitäten von BENN und den Stadtumbau im Märkischen Viertel informieren. Neben Infostand und Ausstellungstafeln sorgten Musik und Buffet für gute Gespräche.

Von: Anka Stahl, Joris Starke, SenStadtWohn, Fotos: Anka Stahl