Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Stadtumbau Ost und West

Aktuelles


Die Kleinen aus der Evangelischen Kita tanzen und turnen.
Spielgeräte als hängende Wolken
Plätze zum „Abhängen“ wünschten sich vor allem Jugendliche
Wohin fliegt der Tischtennisball? Staatssekretär Sebastian Scheel (r.) und Reinickendorfs Bürgermeister Frank Balzer beim Turnier

Märkisches Viertel: Vom Uropa bis zum Kleinkind – hier ist Platz für alle!

Reinickendorfer Mehrgenerationenspielplatz entwickelt sich zum Familientreff
Juli 2018

„Theo ist fit, wie ein Turnschuh, und alle machen mit.“ Mit diesem Kinderlied begeisterten die ganz Kleinen aus der Evangelischen Kindertagesstätte am Seggeluchbecken an diesem 9. Juli mehr als 100 Schaulustige und die Fernsehleute vom rbb. Ihr fröhliches Singen und Springen beim Eröffnungsfest war zugleich das Stichwort für den Zweck des neuen Spielplatzes am Rande des Märkischen Viertels: Er soll der zukünftige Treff für Alt und Jung werden, der Bewegung und Kommunikation mit- und untereinander ermöglicht. Das Konzept funktioniert: Schließlich ist dies schon der zweite Mehrgenerationenspielplatz in Reinickendorf und der dritte in Berlin, den das Programm Stadtumbau – hier mit rund 600.000 Euro – förderte.

Dessen feierliche Wieder-Eröffnung war jedoch nicht der alleinige Grund, warum sogar Berlins Staatssekretär für Wohnen, Sebastian Scheel, zu Gast war und allen Beteiligten für das gute Gelingen dankte und die effektive Zusammenarbeit zwischen Senat und Bezirk hervorhob. Was das Programm Stadtumbau im Märkischen Viertel Positives bewirkt hat, ist an vielen Orten im Kiez sichtbar und wird von den meisten Nachbarn wertgeschätzt. So auch von den Diamonds-Cheerleadern des TSV Wittenau, von denen viele im „MV“ wohnen, und die mit ihrem Auftritt fröhliche Stimmung verbreiteten. Reinickendorfs Bürgermeister Frank Balzer freute sich in seinem Grußwort über das schöne Areal direkt am Seggeluchbecken. Er bat die Anwesenden darauf zu achten, dass alles durch pfleglichen Umgang so erhalten bleibt.

Für Beifall sorgte das anschließende Mini-Turnier an der Tischtennisplatte, bei dem Staatssekretär und Bürgermeister flankiert von Kindern und Jugendlichen gegeneinander antreten mussten. Sieger nach Punkten wurde Sebastian Scheel.

Beim anschließenden Rundgang erläuterte Susanne Ahrenberg vom Büro Lechner Landschaftsarchitekten den Werdegang des „Wolkenhains“. Einen Platz zum Thema Wolken und Himmel hatten sich die großen und kleinen Nachbarn in mehreren, von der Agentur stadt.menschen.berlin koordinierten Beteiligungsrunden gewünscht. Inspirationen kamen von Seniorengruppen, den umliegenden Einrichtungen (Kirche, Kita, Schulen), von Behinderten und den direkten Nachbarn aus der Kleingartenkolonie.

Der Mehrgenerationenspielplatz will allen künftigen Nutzerinnen und Nutzern gerecht werden und hat deshalb verschiedene Bereiche, die teilweise durch Mauern getrennt sind. Die früher unansehnlichen Betonwände leuchten nun in knalligen Farben. Am Fitnessplatz griffen Jugendliche selbst zur Spraydose (siehe Graffiti-Aktion zum Tag des Städtebaus) und auf dem Spielbereich der Kinder gestalteten Künstler von „The Good Hand“ die Wände passend zum Thema Wolkenhain. Das Areal für die Kinder ist zudem von Zäunen umschlossen, weil in diesem weitläufigen Grünzug Waschbären und Wildschweine leben.

Ansonsten sind Spiel- und Sportgeräte für Kinder verschiedenen Alters und Jugendliche sowie Ruheplätze für Ältere in Sichtweite zueinander angeordnet, sodass jeweils Blickkontakt möglich ist. Das Grünflächenamt ist froh, dass der alte Baumbestand erhalten blieb und nur wenige Wege für Rollstühle und Kinderwagen versiegelt wurden. Im Kinderbereich gibt es viel Sand oder Kies, so wie unter der riesigen Kletterspinne. Auch Findlinge zum Klettern und Ausruhen sorgen für Abwechslung. Die bei Jugendlichen sehr beliebten Callisthenics-Geräte („Mucki-Bude im Freien“) stehen dagegen auf blauem Tartan, der sofort an das Olympiastadion erinnert und somit einen sportlichen Akzent setzt. Zur Erholung wiederum laden die Bänke auf der dahinter liegenden Rasenfläche ein. Man hat von hier aus einen schönen Blick zum Wasser. Für die Familien aus dem Märkischen Viertel gibt es jedenfalls jetzt eine Möglichkeit, den Feriensommer zuhause und zugleich im Grünen zu verbringen.

Von: B. Gericke / Redaktion Stadtumbau

Fördergebiete & Projekte

Logo Europäische UnionLogo Bundesministerium des Innern, für Bau und HeimatLogo StädtebauförderungLogo Senatsverwaltung für Stadtentwicklung