Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Stadtumbau Ost und West

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Dr. Mekonnen Shiferaw mit Senatorin Katrin Lompscher
Dr. Shiferaw kann es kaum erwarten, dass das Haus 2020 fertig ist.
Die Musikschule "Hans-Werner Henze" wird nach dem Umbau Räume des Hauses nutzen
Am 6. Mai feiern Roma das Fest Đjurđevdan, eine Kostprobe gab es auf der Bühne

Hellersdorf: Baustart für Haus Babylon am Tag der Städtebauförderung

Senatorin Katrin Lompscher besuchte einen besonderen Ort der kulturellen Vielfalt
Mai 2018

Besser hätte es für das Haus Babylon nicht laufen können: Die Sonne lachte mit dem Publikum um die Wette und die prominenten Gäste gaben sich die Klinke in die Hand: Katrin Lompscher, Berlins Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Marzahns Bürgermeisterin Dagmar Pohle und ihr Bildungsstadtrat Gordon Lemm. Auch Barbara John – Vorsitzende des Beirats der Anti­diskriminierungs­stelle des Bundes – war gekommen. Sie war als ehemalige Berliner Ausländerbeauftragte von Anfang an Patin des Hauses.

Das interkulturelle Jugend-, Bildungs- und Kulturzentrum Haus Babylon liegt „jwd“ – und trotzdem war der Besuch für Katrin Lompscher an diesem Tage Ehrensache. Sie wollte dem Ehepaar Jeanette und Mekonnen Shiferaw persönlich für deren fast dreißigjähriges Engagement in Sachen interkultureller Toleranz danken. Der Äthiopier und seine Frau hatten 1992 den Verein Babel mitgegründet, um ein Zeichen gegen Fremdenhass zu setzen. „Was Sie mit ihren Mitarbeiter*innen und Ehrenamtlichen in Bewegung gesetzt haben, ringt uns allen Respekt ab“, betonte die Senatorin in ihrer Ansprache und ergänzte: „Ihre Ausdauer gab letztendlich den Ausschlag dafür, dass wir das Zentrum über Mittel aus dem Programm Stadtumbau sanieren und umbauen können. Dafür meinen herzlichen Glückwunsch!“ Manche der Mitstreiter waren tief gerührt, war doch der Weg bis zum Baustart sehr lang.

Als Architekt Tiemo Klumpp vom Büro NAK-Architekten in einem Kurzvortrag später das Bauvorhaben erläuterte, gab es von allen Seiten Beifall und Katrin Lompscher, selbst vom Fach, gratulierte zum gelungenen Entwurf. In zwei Bauabschnitten soll das Haus bis 2020 mit einer Fördersumme von 3,8 Millionen Euro für die Zukunft ertüchtigt werden: energetische Komplettsanierung, Öffnung zum Garten, Verkleidung der Fassade mit unbehandeltem Lärchenholz. Besonders wichtig ist auch die geänderte Raumaufteilung, die dem Verein bessere Arbeitsmöglichkeiten bietet und außerdem Platz für Angebote der Musikschule schafft (siehe ausführliche Projektbeschreibung).

Nach den kurzen Statements aus der Politik folgte ein buntes Bühnenprogramm: Romatänze wechselten mit Instrumentalstücken von jungen Künstler*innen der Musikschule und einem balinesischen Tanz – vorgetragen von einer Mitarbeiterin der indonesischen Botschaft. Später trafen sich alle am interkulturellen Buffet, zu dem Nachbarn Köstlichkeiten aus ihrer Heimat beigetragen hatten. Unter Bäumen feierten sie gemeinsam in den Abend hinein. 

Von: B. Gericke /Redaktion Stadtumbau, Foto 3: S. Hanczuch, Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf

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