Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Stadtumbau Ost und West

Aktuelles


Gut gefüllt: Die Feste Scheune auf dem Gutshof Buch
Volker Wanda vom Bucher Bürgerverein
Olaf Gersmeier erläutert den Rahmenplan Buch-Süd
Klaus Risken (l.) und Stadtrat Vollrad Kuhn beantworten Fragen aus dem Publikum

Berlin-Buch: Optimistischer Ausblick auf die nächste Bau-Etappe

Bürgerverein lud Politik und Verwaltung zum Gespräch über Baumaßnahmen
März 2018

Im Normalfall ist es die Verwaltung, die die Bevölkerung zu Infoveranstaltungen über städtebauliche Vorhaben einlädt. In Berlin-Buch ticken die Uhren anders. Hier war es der engagierte Bucher Bürgerverein selbst, der in Kooperation mit der Ortszeitung „Bucher Bote“ eine Veranstaltung mit Bauexperten organisierte und kräftig dafür die Werbetrommel rührte. So war die Scheune auf dem Gutshof am 14. März 2018 gut gefüllt. Gleich zu Beginn stellte Volker Wanda vom Bürgerverein Fragen, die der Bevölkerung auf den Nägeln brennen. Vollrad Kuhn, Stadtrat für Stadtentwicklung und Bürgerdienste, nahm in seiner Begrüßung darauf Bezug. Seine Abteilung beschäftige sich u.a. mit dem Verkehr in Buch, dem geplanten Bildungs- und Integrationszentrum, dem Schlosspark und der Weiterentwicklung des Forschungscampus.

André Kima vom Stadtentwicklungsamt Pankow nannte in seinem umfassenden Vortrag die beeindruckende Zahl von 22,8 Millionen Euro. Ungefähr diese Summe floss bis Ende 2017 in Maßnahmen im Stadtumbaugebiet Berlin-Buch, das 2016 noch einmal vergrößert wurde. Seit 2009 habe man vieles geschafft: Schulen, Freizeiteinrichtungen, Kitas oder Spielplätze saniert bzw. neu errichtet. Nun blickt das Bezirksamt Pankow nach vorn. So soll über das Programm Stadtumbau die denkmalgerechte Wiederherstellung des beliebten Schlossparks in den nächsten Jahren fortgeführt werden. Auf der Agenda stehen weitere Sport-, Freizeit- und Bildungseinrichtungen, die zu sanieren und zu erweitern sind. Schließlich wächst auch in Buch die Bevölkerungszahl spürbar. Angedacht sind zudem Investitionen in das Fuß- und Radwegenetz.

Große Bedeutung für den Ortsteil misst das Bezirksamt dem geplanten Bildungs- und Integrationszentrum (BIZ) an der Wiltbergstraße bei, das zukünftig Volkshochschule, Musikschule, Bibliothek, das „Gläserne Labor“ sowie einen Mehrzwecksaal unter einem Dach vereinigt. Die Gestaltung der Außenanlagen und ein Architekturwettbewerb für das Gebäude werden über das Programm Stadtumbau finanziert. Für die Errichtung des BIZ selbst sind bereits 14 Millionen Euro aus dem Berliner "Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt und Nachhaltigkeitsfonds" (SIWANA) eingeplant.

Auch Vollrad Kuhn ist dankbar, dass in den Stadtteil Buch weitere Fördergelder fließen werden. Mehrere Bürgerinnen und Bürger merkten jedoch an, dass die Vorhaben ohne eine verbesserte Verkehrsinfrastruktur kaum umsetzbar seien. Jetzt schon seien Züge voll, der lang gewünschte Regionalbahnhof noch in weiter Ferne und die Straßen durch Pendler zugeparkt – abgesehen von andauernden Straßenbaumaßnahmen im Zentrum von Buch. Das Podium versprach die Anregungen der Bevölkerung weiterzuleiten. André Kima verwies später auch auf die Fortschreibung des Energetischen Quartierskonzeptes für den Ortsteil, das bereits auf die genannten Verkehrsprobleme Bezug nimmt. 

Olaf Gersmeier von PFE-Berlin sieht es ebenso: eine ausreichende Verkehrsanbindung sei für den geplanten Wohnungsbau eine notwendige Voraussetzung. In seinem Vortrag zum Entwurf des Städtebaulichen Rahmenplans Buch-Süd markierte der Stadtplaner mögliche Potenzialflächen für das neue Wohngebiet Buch IV. Das von ihm untersuchte Areal liegt innerhalb des Stadtumbaugebietes Buch, weshalb Investitionen in die soziale Infrastruktur im günstigsten Fall aus diesem Programm finanziert werden könnten. Das Publikum äußerte Bedenken, ob die vorgesehenen Bauflächen dafür geeignet seien oder ob nicht das Areal der ehemaligen Krankenhäuser in der Straße am Sandhaus stärker in den Blick genommen werden müsste.

Klaus Risken, Leiter des Stadtentwicklungsamtes, schlug angesichts zahlreicher Wortmeldungen vor, das Thema Wohnungsbau in der nächsten Veranstaltung noch einmal aufzugreifen. Volker Wanda vom Bürgerverein lobte diese Idee und forderte die Gäste auf, sich weiter so rege zu beteiligen. Voraussichtlich am 16. Mai wird es einen Workshop zum Rahmenplan Buch-Süd geben.  

Von: Text und Fotos: B. Gericke

Fördergebiete & Projekte

Projektinformationen

Logo Europäische UnionLogo Bundesministerium des Innern, für Bau und HeimatLogo StädtebauförderungLogo Senatsverwaltung für Stadtentwicklung