Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Märkisches Viertel

Abbau von Barrieren im öffentlichen Raum - Maßnahmenkonzept und Umsetzung


Das Märkische Viertel will eine „Barrierarme Großsiedlung“ werden. 2016 organisierte das Bezirksamt dafür mehrere Rundgänge mit Behinderten und Senioren, um Barrieren im öffentlichen Raum ausfindig zu machen. Zudem befragte es unter anderem Regina Vollbrecht, Beauftragte für Menschen mit Behinderung, wo Verbesserungen nötig sind. Im Ergebnis wurde ein Maßnahmenkatalog erstellt, der sukzessive realisiert wird.

Schwerpunkt der geplanten Maßnahmen ist die Verbesserung der Auffindbarkeit und Erreichbarkeit des Fontane-Hauses. Darüber hinaus wurden im Konzept zahlreiche Orte identifiziert, an denen Mittelinseln und Querungshilfen ergänzt oder verändert sowie taktile Orientierungshilfen angebracht werden sollen. Insgesamt gibt es einen Bedarf für 12 neue Leitsysteme und Querungshilfen. Veränderungen sind an 15 Mittelinseln sowie 11 Ampelanlagen notwendig. Hinzu kommen kleinteilige Maßnahmen, wie der Einbau fehlender Bodenindikatoren an einigen Bordsteinabsenkungen. Die schrittweise Umsetzung erfolgt ab Herbst 2018.

Zu den ersten Maßnahmen zählt die Herstellung eines taktilen Leitsystems von den Bushaltestellen „Märkisches Zentrum“ am Wilhelmsruher Damm zum Fontane Haus. Die Pflanztröge in diesem Abschnitt werden gereinigt und neu bepflanzt. Im Bereich des Fontane-Hauses werden die Geländer an die Bedürfnisse von sehbehinderten und mobilitätseingeschränkten Menschen angepasst.

Als nächstes sollen 5 Mittelinseln am Senftenberger Ring barrierearm umgestaltet werden. Weitere Verbesserungen an zahlreichen Querungshilfen folgen in den Jahren 2019 und 2020.

Um das Prädikat „Barrierearme Großsiedlung“ zu erreichen, müssen sowohl die privaten als auch die öffentlichen Grundstücksflächen den notwendigen Anforderungen an eine barrierarme Gestaltung gerecht werden. Im Bereich der Außenflächen der Wohnanlagen der GESOBAU AG wurde dieses schon im Rahmen der Modernisierungsmaßnahmen umgesetzt. Auch im öffentlichen Raum konnte bereits an vielen Stellen mit der Qualifizierung von Wegen, der Umgestaltung von Zugängen im Bereich des Fontane Hauses und dem Abbau von Barrieren im Straßenraum eine teilweise behindertengerechte Gestaltung erreicht werden. Trotzdem verständigte sich der Bezirk mit der GESOBAU AG über weitere Maßnahmen zur barrierearmen Ausgestaltung des öffentlichen Raums, um diesen noch besser an die bereits umgestalteten Grundstücke der Wohnungsbaugesellschaft anzubinden.

Quelle: S.T.E.R.N. GmbH, bearb. A. Stahl
Stand: Januar 2019
Übersichtsplan zur Bestandsaufnahme der nicht-barrierearmen Bereiche im Gebiet

Informationen

Auftraggeber/Bauherr:

Bezirksamt Reinickendorf

Planung:

Gutachten: Arbeitsgemeinschaft Belvedere mbH / Brigitte Gehrke, Freischaffende Landschaftsarchitektin

Gesamtkosten:

867.500 EUR aus dem Programm Stadtumbau, inkl. Mittel der EU (EFRE)

Realisierung:

2016 bis 2020

größere Kartenansicht
AktuellAbgeschlossen

Fördergebiete & Projekte

Ansprechpartner

Villnow, Renate
Bezirksamt Reinickendorf von Berlin
Tel: (030) 90294 3021
Truttmann, Ute
S.T.E.R.N. GmbH - Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung
Tel: (030) 44363639

Projekt-News

November 2016

Selbstbestimmt durch das Märkische Viertel

Logo Europäische UnionLogo Bundesministerium des Innern, für Bau und HeimatLogo StädtebauförderungLogo Senatsverwaltung für Stadtentwicklung