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Nachhaltige Erneuerung: Fördergebiet Frankfurter Allee Nord

Standortentwicklung Campus für Demokratie


Der jahrzehntelang abgeschlossene Block der Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR soll sich in den nächsten Jahren zu einem "Campus für Demokratie" entwickeln. Angesichts der Größe des Areals, der teilweise denkmalgeschützten Bausubstanz, der komplexen Eigentumssituation und der heterogenen Nutzungen ist eine abgestimmte Standortentwicklung entscheidend, um die Potenziale des historisch bedeutsamen Standorts für Bildung, Forschung und Erinnerung, Kunst und Kultur zu heben.

Teilweise durch massive Plattenbauten von der Umgebung abgeschirmt, war der Block bis 1990 für die Allgemeinheit unzugänglich. Bis heute ist das Areal trotz seiner zentrumsnahen Lage ungenügend in die städtische Umgebung eingebunden. Die unbefriedigende Verkehrs- und Freiflächensituation und der schlechte Zustand von Schlüsselimmobilien mit hohem Leerstand prägen das Bild des Geländes.

Die Maßnahmen des Stadtumbaus unterstützen die Erarbeitung eines Gesamtkonzepts, auf dessen Grundlage das Areal gemäß seiner historischen wie stadträumlichen Bedeutung weiterentwickelt werden kann. Die ca. 76.000 Quadratmeter große Fläche soll mit tragfähigen Funktionen belegt werden und langfristig den Ansprüchen an Erinnerung, Identitätsstiftung und Bildung die geeigneten Räume bieten. Neue städtebauliche Planungen sollen aktuelle Nutzungskonflikte lösen und festlegen, wo welche Nutzungen angesiedelt werden und welche Gebäude erhalten und welche ggf. abgerissen werden sollen.

Das aus Stadtumbau-Mitteln finanzierte Standortmanagement fördert die Kooperation der verschiedenen Akteure und die Abstimmung der Ziele für das Areal. Zu Beginn führte das Standortmanagement Gespräche mit allen relevanten Akteuren: Eigentümern, Nutzern und Initiativen sowie den zuständigen Fachverwaltungen.

Auf der 2. Standortkonferenz am 24. September 2018 erörterten die beteiligten öffentlichen Institutionen sowie öffentliche und private Nutzer und Eigentümer Ziele und Entwicklungsabsichten für die verschiedenen Grundstücke. Auf der 3. Standortkonferenz am 4. März 2019 hatte erstmals die breite Öffentlichkeit Gelegenheit, sich in die Gestaltung des geschichtsträchtigen Areals einzubringen. Die 4. Standortkonferenz am 8. November 2019 informierte wieder öffentlich über den aktuellen Stand und diskutierte über Beispiele aus Gdansk und Helsinki.

2020 sollen die Sanierungsziele für den ehemaligen MfS-Block aktualisiert, erste Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrs- und Beleuchtungssituation umgesetzt und ein Informations- und Leitsystems erarbeitet werden. Im August wurde die Website campus-für-demokratie.berlin veröffentlicht.

Filmprojekt

Der rund 20-minütige Film von Lale Willan erkundet die Sicht von Jugendlichen auf die Stasi, den Ort und die Vermittlung des Themas heute. Er wurde im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen produziert. Link zum Film "Meine Demokratie"

Stand: November 2019
Blick auf das ehemalige Stasi-Gelände an der Frankfurter Allee
Schrägluftbild auf Plattenbau-Hochhäuser und anschließende niedrigere Bebauung

Informationen

Adresse:

Block zwischen Frankfurter Allee, Rusche-, Normannen- und Magdalenenstraße
10365 Berlin
Lichtenberg

Auftraggeber/Bauherr:

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung u. Wohnen

Planung:

Standortmanagement: Planergemeinschaft für Stadt und Raum eG

Gesamtkosten:

540.000 EUR aus dem Programm Stadtumbau

Zeitraum:

2018 bis 2020

größere Kartenansicht
AktuellAbgeschlossen

Fördergebiete & Projekte

Aus "Stadtumbau" wird "Nachhaltige Erneuerung"

Ansprechpartner

Birr, Daniella
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen
Tel: (030) 90139 4864
Dittfurth, Udo
Planergemeinschaft für Stadt und Raum eG
Tel: 030 - 885 914 31

Campus-Website des Standortmanagements

www.campus-für-demokratie.berlin

Vorgängerprojekt

Projekt-News

September 2020

Neue Website zum Campus für Demokratie auf dem ehemaligen Stasi-Gelände

Dezember 2019

Videoprojekt zum geplanten Campus für Demokratie

November 2019

Der lange Weg vom Stasi-Block zum Campus für Demokratie

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