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Nachhaltige Erneuerung

Aktuelles


Das Familien- und Integrationszentrum der Ev. Apostel-Petrus-Gemeinde
Ute Strelow von der APG, Staatssekretärin Wenke Christoph, Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein, Bezirksbürgermeister Frank Balzer
Das BENN-Team nutzt das Haus für seine Integrations- und Nachbarschaftsarbeit
Die Eröffnungsfeier im hellen und technisch bestens ausgestatteten Mehrzwecksaal
Die Ausstellung ist einen Monat lang jederzeit offen für alle
Staatssekretärin Christoph (rechts) lässt sich von der Gebietsbeauftragten Ute Truttmann von der S.T.E.R.N. GmbH die Ausstellung zeigen

Integrations- und Familienzentrum im Märkischen Viertel eröffnet

Ausstellung "10 Jahre Stadtumbau im Märkischen Viertel" präsentiert Erfolge und neue Vorhaben
September 2020

Am 25. September wurde im Märkischen Viertel ein Höhepunkt des mittlerweile langjährigen Stadtumbau-Prozesses gefeiert und gleichzeitig eine umfangreiche Open-Air-Ausstellung zum Thema eröffnet. Die evangelische Apostel-Petrus-Gemeinde (APG) hatte zur Einweihung ihres umgebauten Integrations- und Familienzentrums eingeladen, das durch die Modernisierung von bestehenden Räumen und eine bauliche Erweiterung entstanden ist. Im Rahmen des Projektes wurden hier 2,45 Millionen Euro investiert, davon 2,2 Millionen aus dem Programm Stadtumbau inklusive Kofinanzierung aus dem Europäischen Strukturfonds EFRE. Die evangelische Kirche steuerte ca. 250.000 Euro Eigenmittel bei, die Gemeinde selbst leistete über mehr als zwei Jahre umfangreiche Eigenleistungen.

Gastgeberin Ute Strelow begrüßte die Staatssekretärin für Wohnen, Wenke Christoph, den Reinickendorfer Bezirksbürgermeister Frank Balzer, die Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein sowie Irina Herz, Geschäftsbereichsleiterin des kommunalen Wohnungsunternehmens GESOBAU, unter den Gästen im umgebauten Gemeinde- und Veranstaltungssaal. Sie hatte die Vision, den früher "Graues Haus" genannten Teil des Gemeindekomplexes so umzugestalten, dass hier ein neuer Raum für die gesamte Nachbarschaft, ein Ort der Begegnung, der Transparenz und Offenheit entstehen konnte. Es ist vor allem auch ein Ort der Vielfalt, wie Felix Wolf vom Team „Berlin Entwickelt Neue Nachbarschaften“ (BENN) betonte. Das BENN-Team nutzt zusammen mit dem Bildungsverbund MV hier zwei Büros und kann auch den Saal und das gemütliche Foyer mit der offenen Küche bespielen. Zum Programm für die Menschen aus anderen Kulturkreisen wie für die Nachbarschaft gehören das Begegnungscafé, Sprachkurse, gemeinsames Kochen sowie Frauen- und Männergruppen, Radfahr- und Reparaturkurse und vieles mehr.

Auch für die Arbeit mit Familien sowie Kindern und Jugendlichen wurden im Haus die besten Voraussetzungen geschaffen. Der FAIR-Kaufladen erhielt eine attraktive Fensterfront und etabliert sich weiterhin als ein beliebter Treffpunkt zum Tauschen und Plauschen. Das erneuerte Haus sei ein Raum des Empowerments, aber auch der Versorgung und Entspannung, der Vernetzung, der Gemeinwesenorientierung und der Verteidigung der Demokratie, das als Beispiel für andere Orte dienen kann, lobte Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein das Zentrum.

Zu diesen Zielen haben auch der Stadtumbau und seine Verzahnung mit der Investition von 560 Mio. Euro durch die GESOBAU in ihren Wohnungsbestand im Märkischen Viertel beigetragen. Das MV wurde zur größten Niedrig-Energiesiedlung Deutschlands. Der Stadtumbau sei mit seinen vielfältigen flankierenden Projekten zu einem Motor der Innovation und des Engagements der Bewohner*innen geworden, so Irina Herz von der GESOBAU in ihrer Rede. In den nächsten Jahren entstehen im Märkischen Viertel 500 bis 700 neue Wohnungen. Das Engagement in dieser Großsiedlung sei bei weitem noch nicht zu Ende, versicherte Staatssekretärin Wenke Christoph. Man werde hier auch in den nächsten Jahren mit verschiedenen Programmen den Entwicklungsprozess begleiten und unterstützen. Aus dem Programm unter dem neuen Namen "Nachhaltige Erneuerung" werden schon in diesem Jahr weitere Vorhaben fertiggestellt, u.a. die Erweiterung der Märkischen Grundschule. Begonnen wird im kommenden Jahr u.a. ein attraktiver Neubau für das Frauenberatungszentrum "Flotte Lotte".

Der Leiter des Fachbereichs Stadtplanung des Bezirks Reinickendorf, Herr Helmuth-Paland, ist stolz auf das, was in den mittlerweile elf Jahren mithilfe des Stadtumbaus im Märkischen Viertel für die Menschen gebaut wurde: Von ursprünglich geplanten 10 Mio. Euro ging die Fördersumme auf aktuell schon 46 Mio. Euro nach oben. Sein ausdrücklicher Dank ging an seine KollegInnen Frau Villnow und Herr Lorenz, die für das Förderverfahren im Märkischen Viertel koordinierend verantwortlich sind und an die Fachämter im Bereich Hoch- und Landschaftsbau, die die vielen Projekte der vergangenen Jahre umgesetzt haben. 

Wer mehr darüber erfahren möchte, der besuche die Freiluft-Ausstellung "10 Jahre Stadtumbau im Märkischen Viertel - Zeit für einen Rückblick" auf dem Stadtplatz gegenüber dem Märkischen Zentrum neben der Viertel-Box der GESOBAU. Hier starten am 16. Oktober 2020 um 13 Uhr und um 16 Uhr zwei je zweistündige Radtouren zu abgeschlossenen Projekten. Wer mitradeln möchte meldet sich bis zum 09.10.2020 unter der E-Mailadresse keves.jessica[at]stern-berlin[.]de an. Bei starkem Regen fällt die Radtour aus.

Von: Anka Stahl, Fotos 2 u. 6: S.T.E.R.N. GmbH

Fördergebiete & Projekte

Aus "Stadtumbau" wird "Nachhaltige Erneuerung"

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